The Magnetic Fields – Realism

Die Realität ist oft hart. Manchmal wünscht man sich, dass sie uns ein wenig anlügt, doch dann würde sie ihr faltiges Gesicht verlieren. Kummer und Sorgen gehören einfach zu ihr, wie der Apfel zu Blaukraut. Stephin Merritt, der Troubadour, hat wieder nach New York geladen. Dort ist die Realität an jeder Straßenecke greifbar. Jede Bar hat Steve-Buscemi-Visagen zu bieten. Downtown wird zu einer Gefühlsregung. „The Magnetic Fields – Realism“ weiterlesen

Owen Pallett – Heartland

Der Violinenkasten ist mit unzähligen Aufklebern beklebt. Das die Fluggesellschaften auch immer so resistente Dinger nehmen müssen. Wie oft wohl schon Owen Pallett an diversen Flughäfen dieser Welt an der Sperrgutausgabe stand und schwitzend und trippelnd auf sein Schätzchen gewartet hat? Das man auch immer sein liebstes Stück nicht mit in den Flieger nehmen darf. Doch bis jetzt ist immer alles gut gegangen. Nach ausgiebigen Touren mit Arcade Fire und den Hidden Cameras war es an der Zeit, auch mal was für das eigene Gemüt zu tun. Die Welt war bereit für große Arrangements und Geschichten aus Traumländern. Nimm uns mit ins Abenteuerland.
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Hope Sandoval & The Warm Inventions – Through The Devil Softly

Gepflegte Langeweile! Hope Sandoval meldet sich nach sieben Jahren mit neuen Nebelhörnern zurück. Die Ex-Mazzy Star-Haucherin bleibt ihrem Gefühlsleben treu. Zart, ja fast apatisch taumelt sie durch nette Kleinode kurz vor der Zersetzung. Eine Mundharmonika jault am alten Busbahnhof vor sich hin. Hier fährt schon lange kein Bus mehr. „Hope Sandoval & The Warm Inventions – Through The Devil Softly“ weiterlesen

Pastels/Tenniscoats – Two Sunsets

Bill Wells hatte die Weichen nach Tokio gelegt. Das “Ohne Proben nach oben”-Orchester “Maher Shalal Hash Baz” quietschte so schön, dass Stephen McRobbie einfach nicht anders konnte und zwei aus dem Ensemble anschrieb, die auch als Tenniscoats durch die Welt flattern. Saya und Takashi Ueno komponierten einige Songs und so war “Two Sunsets” geboren. „Pastels/Tenniscoats – Two Sunsets“ weiterlesen

The XX – The XX

Ein Junge und ein Mädchen singen sich an. Sie hauchen ein paar Worte. Nichtigkeiten werden aufgebauscht. Alles ist schwarz. Auch der Dreck unter deinen Fingernägeln! Die Springerstiefel streifen kurz die Reid-Brüder am Kopf, doch deren Krach zu Psychocandy-Zeiten ist, für so Trauerweiden, zu laut. The XX brauchen nur ein paar Beats, getupfte Gitarren, um dem Tod von der Schippe zu springen. „The XX – The XX“ weiterlesen

The Big Pink – A Brief History of Love

Selbstvergessene Verzierungen wabern in großen Hallräumen. Weinende Gitarren drängen aus allen Richtungen ins Zentrum. Überhaupt, die ganze Palette von Sound-Schichtungen und Effekten, die wir aus einer Zeit kennen, in der wir noch wussten, was Shoegaze bedeutet, wird hier geglättet abgerufen, und dann in Surround-Breite gewuchtet. „The Big Pink – A Brief History of Love“ weiterlesen