Talking Heads vs. Television (Once in a Lifetime) – BBC 4 Dokumentation

Postpunk, New Wave, Avant-Pop oder Weltmusik. Die Talking Heads waren alles und nichts. Egal, ob mit Brian Eno oder ohne, die Band um Genie David Byrne brachte Rhythm and Blues und Country zueinander, waren aber trotzdem irgendwie Rock. Sie kamen in London’s Wembley Arena zu fast unbemerkten Ruhm. Die BBC brachte sie ins Fernsehen. Die Verkaufs-Hits kamen dann später. Werde Fan oder bleibe Fan forever! „Talking Heads vs. Television (Once in a Lifetime) – BBC 4 Dokumentation“ weiterlesen

David Byrne & St. Vincent – Love This Giant

Was muss denn rauskommen, wenn sich zwei tolle Musiker zusammentun? Wildes Gemucke, Avantgarde oder langweiliges Sich-die-Bälle-Zuspielen? „David Byrne & St. Vincent – Love This Giant“ weiterlesen

LCD Soundsystem – This Is Happening

Dance-Punk. Was für ein bescheuerter Begriff. James Murphy schiebt nun zum letzten Mal ein Mischmonster durch den Lattenzaun. Nach drei Alben ist nun Schluss. Sollen doch die Anderen den alten Dreck weiter auffegen oder die Mammuts kommen zurück und covern sich selbst. „LCD Soundsystem – This Is Happening“ weiterlesen

Pocahaunted – Make It Real

Setz dich auf deinen Hosenboden! Kämm dir dein Haar ins Gesicht! Lass die Orgeln dröhnen und hol das Funk-Monster unter dem Bett hervor. Pocahaunted krabbeln die ganze Zeit.  Das Aufrechtgehen soll den Anderen gehören. Im gebückten Zustand lässt sich das Chaos viel besser kontrollieren. Jedes Experiment kommt so lässiger durch den Flokati. Jedes Instrument, jede Kuhglocke bekommt einen eigenen Namen und darf ungefragt in das Arrangement geworfen werden. Macht das Abschlagen eines Barbie-Kopfes nicht einen tollen Sound? „Pocahaunted – Make It Real“ weiterlesen

High Places – High Places vs Mankind

Es raschelt und tönt nach. Der Beat wiederholt sich in einer langen Spule und Mary Pearson spitzt die Lippen zu einem Kussmund. Lipgloss schmeckt nach Rosenkohl. Die neu entdeckte Gitarre darf kleine Figuren anzupfen, bleibt aber auch nur ein Bruchteil des Konzeptes. Alles klingt und flutet dir die Rinde weg. Wenn du nicht aufpasst, bleibt das für immer. Tinnitus der besonderen Art. „High Places – High Places vs Mankind“ weiterlesen

Local Natives – Gorilla Manor

Jede Playlist braucht Verweise. Manchmal reichen die eigenen Kompositionen nicht aus, um Kritiker von sich zu überzeugen. Doch sind es die Kritiker, die man überzeugen muss? Die kaufen keine Platten oder CD’s! Man muss das Fußvolk rankriegen und mit Gefühl, Spiegelung und Zauber arbeiten. Ob es da hilfreich ist, alte Kamellen zu covern? „Local Natives – Gorilla Manor“ weiterlesen

Yeasayer – Odd Blood

Im Restaurant bestellen Yeasayer immer drei Hauptgänge und einen großen Teller. Alles wird zu einer Pampe zermatscht und zusammen mit nur einer Gabel verspeist. Man muss sich halt vertrauen können. Unter dem Tisch werden kleine Rekorder aufgestellt. Yeasayer brauchen O-Töne. „Odd Blood“ will anders sein und ist anders. Geräusche und obskure Töne leiten jeden Song durch den selbst auferlegten Wahnsinn. „Yeasayer – Odd Blood“ weiterlesen

Alec Ounsworth – Mo Beauty

Alec lässt seine Band “Clap Your Hands Say Yeah” mal kurz alleine klatschen. Sein Blick wandert lieber in den Laden für Westen und Kopfbedeckungen. Der Wave ist vergessen. Er setzt sich stattdessen mit seiner Gitarre in den Zug und fährt nach New Orleans. Neben seiner Klampfe ist seine Stimme das Aushängeschild. Holzhammertaktik. „Alec Ounsworth – Mo Beauty“ weiterlesen

Klassiker: Brian Eno/David Byrne – My Life in the Bush of Ghosts

“My Life in the Bush of Ghosts” ist der Titel eines 1954 erschienenen Romans des nigerianischen Schriftstellers Amos Tutuola. Es ist die Geschichte einer langen Irrfahrt durch den afrikanischen Busch, der zur magischen Bühne einer mannigfaltigen Geisterwelt wird. Tutuolas zweites Buch ist in einer Umgangssprache geschrieben, die kein Vorbild kennt, in einer archaischen Erzählweise, die Regeln eines modernen, dem Realismus verpflichteten Romans missachtet.
“My Life in the Bush of Ghosts” ist auch der Titel eines Albums von Brian Eno und David Byrne. Als dieses 1981 erschien hatten die beiden, jeder für sich mit ihren Gruppen Roxy Music und Talking Heads – Eno auch solo – schon Wesentliches der vergangenen Musikdekade abgegehandelt. Rock, Glam, New Wave, und experimentelle Musik gehörten zu ihren bekannten Oevres. Ebenso verzeichneten die zu jener Zeit immer noch virulenten, aber schon etwas in die Jahre gekommenen Genres Punk und New Wave zunehmend nur noch graduelle Veränderungen. Syntiepop und New Romatic standen auf der Matte.
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