Magnolia Electric Co. – Josephine

Jason Molina versteckt sich hinter Will Oldham. Doch seine noch höhere Stimme verrät ihn. Auch die Neil Young-Badges an seinem dunklen Sakko leuchten im Dunkeln. Ein Tag vor Weihnachten 2007 stirbt Bassist Evan Farrell bei einem Feuer. Ein Konzeptalbum war nun angedacht, doch “Josephine” ist kein Trauerkloß geworden. Das Saxophon in “O! Grace” hält die Messlatte von Beginn an unglaublich hoch. Eine unbekümmerte Leichtigkeit schwingt in allen Songs mit. Dass natürlich keine überbordene Fröhlichkeit durch diese Lieder schunkelt ist aber auch klar wie Suppe. Molina zelebriert sein Americana bis in den letzten Akkord. „Magnolia Electric Co. – Josephine“ weiterlesen

Klassiker: Jason Molina – Pyramid Electric Co

Mit trockenem Mund, einer Gitarre und einem Piano ausgestattet torkelt Jason Molina durch die von ihm so geliebte Neil Young-Wüste. Als Erholung von seiner Hauptband Songs:Ohia, die zur Zeit unter dem Namen Magnolia Electric Co musiziert, nahm der Singer- Songwriter 2004 ein Manifest der Langsamkeit auf, das leider nicht viel Beachtung fand. “I want to be true like the solid earth.” Molina singt und winselt sich durch lange, düstere Songgebilde und zieht sich bis auf die Unterhose aus. Die wunderschöne Liveatmosphäre macht einem ständig eine Gänsehaut. “Hey sucker are you lonely?” Ein Kleinod unter den “lonesome cowboy releases” der letzten Jahre. “Pyramid Electric Co” ist unbequem und sentimental.
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