She & Him – Volume 2

Singende Schauspieler! Viele versuchen sich, viele brauchen ein zweites Standbein. Einen Ausgleich, einen Zeitvertreib. So auch Zooey Deschanel. Ihr musikalischer Partner wird schon für amtliches Zeugs sorgen. M. Ward ein Troubadour der Singer-Songwriter-Szene spült den Fifties und Sixties-Abwasch und Zooey sieht unverschämt gut aus. She & Him. Mehr oder weniger. Zooeys Zuckerstimme säuselt sich durch Easy-Songs, die den Radiohörern eine nervige Staumeldung kuschelig machen. Warum auch nicht? Es muss ja nicht immer Grease sein. „She & Him – Volume 2“ weiterlesen

Klassiker: Jeff Buckley – Grace

Jeff Buckley war auf dem Sprung. Die Presse war auf ihn aufmerksam geworden. Die Mädels verguckten sich im Sekundentakt und auch andere Musiker zeigten sich gerne an seiner Seite. Sein Talent war außergewöhnlich. Seine Stimme, die mehrere Oktaven umriss, war voller Inbrunst und Tragik. A Star Was Born! „Klassiker: Jeff Buckley – Grace“ weiterlesen

Jenny Wilson – Hardships!

Jenny Wilson stolpert gerne mal. Auch sind in Schweden stets größere Stolpersteine im Weg. Labels werden gegründet und wieder eingestampft. Auch Jenny gründete ihr eigenes Label und veröffentlichte „Hardships!“ schon auf kleiner Flamme als Küchenutensil. Doch der Andrang hielt sich in Grenzen. Schweden war begeistert, doch Deutschland wurde ganz vergessen, oder vergaß Deutschland einfach Jenny? „Jenny Wilson – Hardships!“ weiterlesen

Magnolia Electric Co. – Josephine

Jason Molina versteckt sich hinter Will Oldham. Doch seine noch höhere Stimme verrät ihn. Auch die Neil Young-Badges an seinem dunklen Sakko leuchten im Dunkeln. Ein Tag vor Weihnachten 2007 stirbt Bassist Evan Farrell bei einem Feuer. Ein Konzeptalbum war nun angedacht, doch “Josephine” ist kein Trauerkloß geworden. Das Saxophon in “O! Grace” hält die Messlatte von Beginn an unglaublich hoch. Eine unbekümmerte Leichtigkeit schwingt in allen Songs mit. Dass natürlich keine überbordene Fröhlichkeit durch diese Lieder schunkelt ist aber auch klar wie Suppe. Molina zelebriert sein Americana bis in den letzten Akkord. „Magnolia Electric Co. – Josephine“ weiterlesen

Klassiker: Ivor Cutler – Velvet Donkey

Ivor Cutler war einer der seltsamsten Felsen in der Brandung skurriler individualistischer Erzählonkel. In Glasgow 1923 geboren wurde er in den 1950er Jahren Musiklehrer. Kurze Zeit später nahm er seine ersten Kompositionen als EPs auf. Endgültig verhalfen ihm Kollegen ins Musikgeschäft. Die Überlieferung ist widersprüchlich; mal sei es John Lennon, mal Paul McCartney gewesen, der ihn als langjähriger Fan 1967 für einen Gastauftritt in den Magical-Mystery-Tour-Film holte. Er wurde Freund und Mentor Robert Wyatts. „Klassiker: Ivor Cutler – Velvet Donkey“ weiterlesen

Klassiker: Jason Molina – Pyramid Electric Co

Mit trockenem Mund, einer Gitarre und einem Piano ausgestattet torkelt Jason Molina durch die von ihm so geliebte Neil Young-Wüste. Als Erholung von seiner Hauptband Songs:Ohia, die zur Zeit unter dem Namen Magnolia Electric Co musiziert, nahm der Singer- Songwriter 2004 ein Manifest der Langsamkeit auf, das leider nicht viel Beachtung fand. “I want to be true like the solid earth.” Molina singt und winselt sich durch lange, düstere Songgebilde und zieht sich bis auf die Unterhose aus. Die wunderschöne Liveatmosphäre macht einem ständig eine Gänsehaut. “Hey sucker are you lonely?” Ein Kleinod unter den “lonesome cowboy releases” der letzten Jahre. “Pyramid Electric Co” ist unbequem und sentimental.
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