Scott Matthew – Gallantry’s Favorite Son

Scott Matthew schafft es irgendwie auf jedem Album, sein Gespür für Tragik noch zu verfeinern, ohne in die Kitschfalle zu tappen. Seine sparsam arrangierten Stücke besitzen Eleganz. Seine Worte sind weise gewählt. Er nutzt seine stimmlichen Ausdrucksmöglichkeiten, um aus kleinen Songs, große zu machen. Er schwebt, wie eine alte Trauereule über den Akkorden. Manchmal wirft er im Fluge ein paar Taschentücher ab. Vorsicht, es kann auch schon mal ein Sarg sein! „Scott Matthew – Gallantry’s Favorite Son“ weiterlesen

Scott Matthew – There is an ocean …

Der weinende Bartträger aus „Shortbus“ legt nun sein zweites Album vor. Der Titel lässt einen schon mit offenem Munde zurück. „There is an ocean that divides – and with my longing i can charge it – with a voltage thats so violent – to cross it could mean death.“
Puh Weltrekord! Der Australier, der seit zwölf Jahren in New York lebt, und dort die Folkmomente intimisiert, legt uns nun ein pianolastiges Monster in die Ohren. Natürlich glitzert die Schönheit ständig durch. Wir leiden mit dir, Scott!
„The devil taught me alibis“
Gastmusiker wie Kevin Devine und Marisol Limon Martinez veredeln diese traurigen Tunes mit ihrer Präsenz. Nach jedem einzelnen Song pustet man kurz durch und hofft auf Sonnenschein. Doch Matthew wispert und flennt sich durch alle Stücke. Es wird Zeit den Kajal rauszuholen und die Rasierklingen zu entsorgen. Erstens um sich nicht zu ritzen, und zweitens um das mit dem Rasieren zu lassen. Schönheit kommt von Innen!
Hair Peace!