Zola Jesus – Versions

Zola Jesus wurde herumgereicht wie die Trophäe eines gewonnenen Krieges. Wir haben immer gesagt, dass dieser Gothic-Sound massenkompatibel ist. Seht her! Er muss nicht nur in gruftigen, vernebelten Clubs stattfinden, nein, er muss nicht nur für die Szene in Black konzipiert sein. Er kann auch ganz arty farty in Konzertsälen oder Museen über die Bühne flattern. Wir haben es gewusst. Jetzt löffelt unsere Siegersuppe aus. „Zola Jesus – Versions“ weiterlesen

The Holydrug Couple – Noctuary

Der Sommer der Liebe lässt stoßweise Luft aus dem Schlauchboot. Das Mädchen, das nicht pfeifen kann, pfeift den ganzen Tag. „The Holydrug Couple – Noctuary“ weiterlesen

Slug Guts – Playin’ in Time With the Deadbeat

Was ein Gebrabbel! Jimi Kritzler erzeugt Geräusche, die er wohl Text nennt, dreht diese durch den Hallkanal und macht am Ende eine große Schleife drum. „Slug Guts – Playin’ in Time With the Deadbeat“ weiterlesen

Case Studies – The World Is Just a Shape to Fill the Night

Jesse Lortz liegt oft nachts wach. Ein Glas Milch und Leonard Cohens “Songs Of Leonard Cohen” können da helfen. Eine Akkustikgitarre spielt sanfte Akkordfolgen. Jesses Stimme klemmt sich in die Saiten und schafft das Wunder mit Gehauchtem, Dahingeschnoddertem, einem das Gefühl von Traumabewältigung zu verschaffen. „Case Studies – The World Is Just a Shape to Fill the Night“ weiterlesen

Human Eye – They Came from the Sky

Die Aliens senden Klingeltöne. Manche klingen nach Rock, manche nach Hippiegetue. Human Eye sind bekloppt. Sie besteigen ohne Waffen das Raumschiff. Sie haben nur den Wahnsinn eines Jello Biafra, der Gary Glitter zum Frühstück verspeist, in den Kniekehlen hängen. „Human Eye – They Came from the Sky“ weiterlesen

Cult Of Youth – Cult Of Youth

Robin Hood reitet durch Nacht und Wind. Auf dem Rücken hat er eine Violine geschnallt, um sich in dunklen Kaschemmen ein Bier zu verdienen. Er ist des Raubens müde. Die Kamera fliegt hinterher. Achtung, nicht Hollywood. Eher so eine Sat1-Movie-Kamera. Manchmal streift sie einen Ast. 3D brauchen wir nicht. So stellt sich das Privatfernsehen eine Wanderhure vor. Hebe den Rock! Lass Robin deinen Rächer sein! „Cult Of Youth – Cult Of Youth“ weiterlesen

Amen Dunes – Murder Dull Mind

Wenn der David Crosby-Hippie in Damon McMahon durchdreht wird es genial. Amen Dunes ist das neue Projekt des New Yorkers, der auch schon mal eine Zeit in Beijing lebte und von dort aus Miniaturen verschickte, die auf dem Debüt “Dia” zusammengefasst wurden. Nun gibt es “Murder Dull Mind”. „Amen Dunes – Murder Dull Mind“ weiterlesen

Effi Briest – Rhizomes

Verstoßen fühlen sich die sechs von Effi Briest nicht, aber so richtig zu Hause auch nicht, obwohl ja Brooklyn für viele als Spot gilt. Die kreative Masse kann schon mal lähmen und einen zu Fluchtgedanken hinreißen lassen. Die Frauen tingeln zwischen den Schaukelstühlen hin und her. „Effi Briest – Rhizomes“ weiterlesen

Zola Jesus – Stridulum EP

Nika Roza Danilova hängt in den Seilen. Und das von der Decke. Wie eine Fledermaus kopfüber mit blaugewordenen Armen. Jeder Bondage-Liebhaber nestelt nach der Ritsch-Ratsch-Kamera, um diese Pose für das Kopfkino festzuhalten. Doch Nika duldet keinen Blitz und so muss auf gut Glück aus der Hand geschossen werden. Natürlich bei absoluter Dunkelheit. Zola Jesus, das Projekt der 20-Jährigen birgt alte Weisheiten. Eine theatralische Stimme mit Düsterbeats und elegische Noise-Eskapaden sind immer noch was für Schwarzseher und Kerzenwachs-Schlürfer. „Zola Jesus – Stridulum EP“ weiterlesen