Damien Jurado – Visions Of Us On The Land

Damien Jurado hockt im Schneidersitz in seiner Blase aus Psych-Folk, den Nasenhaaren Nick Drakes’ und Krümmeln eines letzten Joints von Richard Swift. Dort gammelt er ab und träumt, während sein Tonmeister Swift ständig das Delay an und aus tritt. Jurados Stimme schallt von irgendwo her, niemand weiß, ob die Laute für uns bestimmt sind. Ein Feedback zerschellt am Traumschloss. „Damien Jurado – Visions Of Us On The Land“ weiterlesen

Damien Jurado – Brothers And Sisters of the Eternal Son

Damien Jurados Kopf hing ja immer schon in den Wolken, doch auf Brothers And Sisters of the Eternal Son bricht er durch die Wolkendecke und fährt in die obere Mesosphäre, dorthin, wo sich auch leuchtende Nachtwolken bilden, sich Hund und Katze nicht mehr Gute Nacht sagen und es fürchterlich kalt ist. „Damien Jurado – Brothers And Sisters of the Eternal Son“ weiterlesen

Laetitia Sadier – The Trip

Wie eine Brise huscht Laetitia Sadier über die Hügel. In den Gräsern bleibt der Sand haften. Die Sonne geht so langsam unter. Es wird kalt. Im Gepäck hat sie natürlich ihre Stimme und die alte Stereolab-Rhythmik und Akkordverliebtheit. Ihre Stimme liegt in den Dünen und lässt alles über sich ergehen. Was kann jetzt noch Schlimmes passieren? „Laetitia Sadier – The Trip“ weiterlesen

Richard Swift – The Atlantic Ocean


Die Frage, ob Lennon oder McCartney beantwortet Swift mit “The Atlantic Ocean”.
Würde John noch leben hätte er sich mit Sean um den Gastauftritt bei “Ballad of old what’s his name” geprügelt.
Der von Jeff Tweedy entdeckte Richard Swift meistert all diese Lennon-Prüfungen vorzüglich. Zum Teil im Wilco-Loft in Chicago aufgenommen erstrahlt das Album mit Rock’n’Roll-Banjo in funkelnden Facetten. Der Allrounder mit der Ausnahmestimme perfektioniert, mit dem auf Secretly Canadian erscheinenden Album, sein Songwritertalent.
Natürlich fehlt manchmal ein wenig der Dreck, doch das darf man ihm nicht vorwerfen. Und sogar die Kopfstimme bei “Lady Luck” verzeiht man dem Lockenkopf gern. Charmant dudelt sich Swift durch die Musikgeschichte. In den Pubs Liverpools dürfte so mancher Dartpfeil das Bulls Eye treffen. Die Amis sind halt überall zu Haus. Nach einem Rock-Doppelalbum holt Swift nun endlich die Radiotauglichkeit aus dem Gitarrenkoffer. Auch dies soll kein Vorwurf sein.
Somit ist “The Atlantic Ocean” ein mustergültiges Popalbum. Nicht nur für Wilco-Fans oder Langzeitbeobachter.