D'Angelo and the Vanguard – Black Messiah

Nach 14 Jahren setzt D’Angelo seine musikalische Karriere fort. Was in der Zwischenzeit passiert ist, ist völlig schnuppe, wenn man diesem Album beiwohnt, denn D’Angelo ist ganz bei sich, seinen Talenten und kreativen Schüben. Nichts hält ihn mehr auf. Nichts muss mehr bewiesen werden. D’Angelo liefert ab. „D'Angelo and the Vanguard – Black Messiah“ weiterlesen

School of Language – Old Fears

Wie viel Funk tut gut? Wie viel R’n’B macht too much Schmalz? David Brewis hat Antworten, die KritikerInnen zufrieden stellen werden. Seine Portionen, gepaart mit einer zerschossenen Kopfstimme, zerkochen nie im eigenen Saft. Er hat einfach Geschmack. Das ist die Formel. „School of Language – Old Fears“ weiterlesen

Autre Ne Veut – Body EP

Close-Up! Dein Körper sieht von ganz nah so rosig aus. Aus dem Nebenzimmer ruft der Regisseur etwas undeutlich die nächste Stellung auf. Dein Körper kann schon nicht mehr. Ein Kameramann liegt nun unter dir. Du schließt die Augen. „Autre Ne Veut – Body EP“ weiterlesen

Autre Ne Veut – Autre Ne Veut

Da fliegt mir doch das Blech weg. Alles klingt nach. Jeder Snare-Schlag scheppert im Zoot Woman-Gewand. Nur nicht so kalt und dandyesk. Jedes Gesangssperenzchen bekommt Fett von hinten. Ganz viel Schmiere. „Autre Ne Veut – Autre Ne Veut“ weiterlesen

Not Available: Prince – Camille (1986) / The Black Album (1987)

Es ist seltsam, neben Neil Young ist Prince wahrscheinlich DER Künstler mit den meisten unveröffentlichten Alben und dennoch komme ich erst jetzt auf ihn zu sprechen. Dabei ist das Album um das es gehen soll hochinteressant.
„Not Available: Prince – Camille (1986) / The Black Album (1987)“ weiterlesen

Yeasayer – Odd Blood

Im Restaurant bestellen Yeasayer immer drei Hauptgänge und einen großen Teller. Alles wird zu einer Pampe zermatscht und zusammen mit nur einer Gabel verspeist. Man muss sich halt vertrauen können. Unter dem Tisch werden kleine Rekorder aufgestellt. Yeasayer brauchen O-Töne. „Odd Blood“ will anders sein und ist anders. Geräusche und obskure Töne leiten jeden Song durch den selbst auferlegten Wahnsinn. „Yeasayer – Odd Blood“ weiterlesen

Miike Snow – Miike Snow

Immer diese Geheimniskrämerei. Wir verstecken uns ständig hinter Masken, Fabeltieren oder Doktortiteln. Schluss damit! Jetzt wird einiges gelüftet. Fenster auf Kippe und raus mit den Wahrheiten. Miike Snow sind das lang getarnte Künstlerkollektiv um Bloodshy&Avant. Zusammen mit Andrew Wyatt geben sie nun den Rammler mit Geweih. Zwei Schweden und ein Amerikaner ziehen durch Popkornfelder und zünden Leuchtraketen. Peng! „Miike Snow – Miike Snow“ weiterlesen

Jamie. T – Kings & Queens

Jamie Treays hat wieder einen Bong zu viel geraucht. Die Pop-Szene fliegt ihm um die Ohren. Warum auch nicht? Nach einer guten Debut-Platte, die nach Kinderzimmer mit Tittenbildchen an den Wänden roch und den Bass tief in die Magengegend drückte und Fast-Welthits beherbergte, kann man schon mal nach den Sternen fischen. Man nimmt sich einen großen Topf und haut ‘ne Locke von Bob Marley hinein. „Jamie. T – Kings & Queens“ weiterlesen

Dirty Projectors – Bitte Orca

Der Taktstock wird in den Himmel gereckt. Die Augen werden geschlossen. Durchatmen. Die Lichter gehen an. Alle auf einmal. Rote, grüne, gelbe, blaue, lieber Herrgott komm und schaue… Und zack! bekommst du die flache Hand durchs Gesicht gewischt. Wohlig warm werden deine Wangen und ein kurzes Glücksgefühl befällt dich. Wie schon beim Vorgänger “Rise Above” hat man ständig ein Grinsen in der Visage. Damals waren es noch Black Flag-Coverversionen basierend auf der Erinnerung des Masterminds David Longstreth.
„Dirty Projectors – Bitte Orca“ weiterlesen