The Weeknd – Kiss Land

Abel Tesfaye verschwendet sein Talent und seine Stimme mit schmierigem 80er-Gedudel, das sich an einen R’n’B-Sound wagt, der angeblich keiner zu sein scheint. Der Meister sieht da vielleicht ein bisschen mehr in seiner Arbeit. Unterm Strich muss er sich aber eingestehen, doch kein Early Adopter zu sein. „The Weeknd – Kiss Land“ weiterlesen

The Antlers – Burst Apart

The Antlers klingen so, als wäre der Wasserhahn noch auf. Sie patschen durch die Fluten, blasen Rettungsboote auf und geben Mund-zu-Mund-Beatmungen mit Falsett. „The Antlers – Burst Apart“ weiterlesen

Gil Scott-Heron – I'm New Here

Da ist er wieder, der große alte Geschichtenerzähler, Wegbereiter des Rap, die Instanz poetischen Raisonierens par Excellence. Gil Scott-Heron ist mit einem Album zurückgekehrt, das alt klingt und auch neu zugleich, dass so puristisch ist, wie es von Frische und Lebendigkeit erfüllt ist. Ein Album von dem man nicht weiß, wo man es auf der Zeitachse einordnen soll. Ist es ein weiterer mahnender Ruf aus vergangenen Zeiten? Ist es ein kluger Seitenblick auf ungewissem Weg in die Zukunft? Oder tritt er nun gar in die altersweisen Fußstapfen eines Johnny Cash?
„Gil Scott-Heron – I'm New Here“ weiterlesen

St. Vincent – Actor

Die Weihnachtsglöckchen klingeln. Ob das Christkind auch alles mitgebracht hat? Die Frauen mit Engelshaar knuspern noch in der Küche, da sie den Braten nun zum fünften Mal mit dem Thermometer kontrollieren. Gut Ding will Weile haben. Annie Clark sitzt im Schaukelstuhl und hat ihren Rechner auf dem Schoß. Jeder Chor und jeder Synthiebalsam werden noch mal auf Schönheit getestet, ist alles akkurat gibt es den lang ersehnten Endmix. Dann ist auch das Essen fertig. „St. Vincent – Actor“ weiterlesen

Das Jahr 2008 mit Daniel Decker

Daniel Decker kauft kaum CDs, er kauft ein wenig mehr Vinyl und erst recht keine MP3s, die er sich nicht mal illegal besorgt. Komischer Kauz dieser Dreh. Das fand er 2008 geil:
Gustav – Verlass die Stadt (Album / Chicks On Speed Records) *
Vampire Weekend – Vampire Weekend (Album / XL)
Portishead – 3 (Album / Island)
Prinz Pi – Neopunk (Album / No Peanuts) *
Weezer – Weezer (Red Album) (Album / Geffen) *
Max Müller – Die Nostalgie ist auch nicht mehr das, was sie früher einmal war (Album / Angelika Köhlermann)
* Auf Vinyl, was insbesondere bei der Weezer wichtig ist, da auf der CD-Version unnötiges Bonus-Material die Größe der Platte unkenntlich zeichnet.

Jahrgangsgeräusche 2008 – Axel Ganz

Interpret – Titel – Album – Label
01. Fleet Foxes: Your Portector – Fleet Foxes – Bella Union
02. Little Joy: Shoulder to Shoulder – Little Joy – Rough Trade
03. Department of Eagles: Waves of Rye – In Ear Park – 4AD
04. Elbow: Grounds for Divorce – The Seldom Seen kid – Polydor/Universal
05. TV on the Radio: Halfway Home – Dear Science – 4AD/Beggars
06. Ratatat: Lex – Classics – XL Recordings *
07. Bulbul – Lack of the Key – #6 – Exile on Mainstream Records
08. Dan Le Sac Vs Scroobius Pip: Thou shalt always kill – Single – Lex Records **
09. Bomb The Bass: Butter Fingers – Future Chaos – K7
10. Byetone: Plastic Star (Session) – Death of a Typographer – Raster Noton
11. James DIN A4: Der Frosch mit der Maske – Fistel Rose Power – Pingipung
12. Gregory Taylor: Gulu – Amalgam: Aluminium/Hydrogen – Palace of Lights **
13. Portishead: Magic Doors – Third – Universal
14. Spektr: B/W vs Technicolor – B/W vs Technicolor – Tocado
* Ok, ist nicht vom 2008 erschienenen Album LP3, sondern vom 2006 erschienenen Vorgänger Classics, aber immer noch das beste Stück des New Yorker Duos. ** Erstveröffentlichung 2007