Eric Pfeil – Ich hab mir noch nie viel aus dem Tag gemacht

“Ich habe aber irgendwann gemerkt, dass ich mich lieber mit Musik beschäftige, als sie tatsächlich selbst zu machen.” Dies sagte Eric Pfeil in einem Interview 2010. Drei Jahre später halte ich nun sein Debütalbum in den Händen. Es muss ihn gejuckt haben, dann doch die angesammelten Songs, die man beim Daddeln auf der Klampfe Zuhause immer und immer wiederholt, mal aufzunehmen. Produzent ist Ekki Maas, der hauptberuflich bei den Erdmöbeln ist und die wiederum eine Lieblingsband Pfeils ist. Es kommt, wie es kommen muss. „Eric Pfeil – Ich hab mir noch nie viel aus dem Tag gemacht“ weiterlesen

Bill Callahan – Dream River

Mit The Sing hat Bill Callahan, als Eröffnung eines der perfektesten Alben seiner zwanzigjährigen Karriere, den Song des Jahres komponiert. „Bill Callahan – Dream River“ weiterlesen

Leonard Cohen – Old Ideas

Über Leonard Cohen darf man ja nichts Böses sagen, sonst springt einem die Musikpolizei in den Nacken, doch die feiert ja oft Alben, die sie sich nur in den Schrank, in die Sammlung stellt, aber nicht anhört. Ich muss schmunzeln, als mich der erste Song des neuen Leonard Cohen-Albums erreicht. Was habe ich auch erwartet? Genau das. Aber das langweilt mich. Leider! „Leonard Cohen – Old Ideas“ weiterlesen

Anne-James Chaton – Événements 09

Ein Wort ist ein Wort ist ein Wort. Und ein Vers ist ein Fels in der Brandung aller Stimmen. Wir schnappen nach Luft, weil wir in den Ereignisketten der Welt zu ertrinken drohen. Zumindest fürchten wir uns davor. Denn die Konfusion ist groß, draußen in der Welt, ebenso wie drinnen in den Versen der „Èvénements 09“. Wir Artisten in den Zirkuskuppeln der Welt sind ratlos: Das ganze Leben besteht aus Copy & Paste.
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Hans Unstern – Kratz Dich Raus

Wer ist dieser Mann, der aus dem Umfeld von Ja, Panik zu kommen scheint? Wer ist der in Berlin lebende Poet, der so versponnen über die Elbe sinniert? Man sollte aufhorchen und sich an die Hand nehmen lassen, von einem, der seine Sprache innig liebt. Denn er wildert ebenso unverfroren wie verheißungsvoll in den Schnittmengen von Pop, Poesie und Chanson.
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Guido Möbius – Gebirge

Wucht. Durch eine Gletscherzunge gedrückte Attitüde. Experimentierfreude à gogo, dass es eine Frechheit ist. Hebel starker Kontrastierung wirken in etwas, das manchmal den Geist von Captain Beefhearts “Trout Mask Replica” wiederbelebt jedoch selbst viel moderner klingt. Eine aktuelle Überformung der Nachbildung, mit scheppernden Gitarrenakkorden und sehr freier Stimme. A-E-I-O-U-Ich-bin-Analphabet. Perfekt! Anfänger-Glücksmomente? Keineswegs. Guido Möbius ist ein versierter Artist. Alle Kompositionen auf “Gebirge” sind könnerhaft ohne dabei jemals besserwisserisch zu wirken.
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