Pantha Du Prince – Black Noise

Große Teile zerfallen in kleinere. Kerne zerfallen in Isotope. Von großen Sätzen bleiben später oft nur scharfkantige Worthülsen. Der Wind entreißt den Porenkapseln des Mohns seinen Sameninhalt und verteilt diesen wie aus einem Salzstreuer gegossen über seiner Umgebung. Wenn die Tage der Aristokratie gezählt sind, zerfallen einst tief empfundene große Gefühle in restaurative Sentimentalität und kleinmütige Missgunst.
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Tony Allen – Secret Agent

Das Strickmützchen sitzt wieder eng am Kopf. Auch die Sonnenbrille gehört zum klassischen Afro-Beat, wie der Perkussionsbaum. Alles was Rhythmus schafft, darf geschüttelt werden. Tony Allen, mittlerweile 69, hatte zusammen mit Beatmaster Fela Kuti in den sechziger Jahren die Mixtur aus Jazz, Funk und afrikanischen Einflüssen ins Leben gerufen. Der Ausnahmedrummer und Meister der Polyrhythmik schmeißt nun, nach seinem Ausflug ins Pop-Genre (The Good, The Bad And The Queen), ein neues Afro-Beat-Geschoss auf den Weltmarkt. „Tony Allen – Secret Agent“ weiterlesen

Moritz von Oswald Trio – Vertical Ascent

Moritz von Oswald, bekannt durch Maurizio, Rhythm & Sound und Mitbegründer der Label Basic Channel und Chain Reaction, wendet sich in jüngster Zeit verstärkt neuen Projekten zu. Jetzt gibt er sich gemeinsam mit Vladislav Delay und Max Loderbauer als Trio die Ehre und verhandelt zwei seiner musikalischen Hauptaspekte neu: Dichte und Leichtigkeit. Das Moritz von Oswald Trio versucht sich an einem vage beschriebenen Experiment. Wie verändert sich der Klang in seiner Bewegung im offenen Raum? Und wie viele und wie dichte Rhythmuspatterns verträgt eine solche Versuchsanordnung?
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