Steve Reich mit Ensemble Modern & Synergy Vocals – Düsseldorf, Tonhalle 20.09.2011

Mit „Drumming“ und „Music for 18 Musicians“ wurden zum Auftakt des Approximation Festivals 2011 am Dienstag in der Tonhalle Düsseldorf zwei Hauptwerke Steve Reichs durch den Pionier der Minimal Music selbst gemeinsam mit dem Ensemble Modern und Synergy Vocals zur Aufführung gebracht. Das allein schon darf als Sensation für das sich seit 2005 von Jahr zu Jahr weiter entwickelnde Festival und den rheinischen Konzertbetrieb überhaupt gelten.
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Arandel – In D

Die Geister, die Arandel nominiert, sie sind weder zu hören noch zu sehen. Ihre Transparenzen haben kaum Brechungen, wenn überhaupt. Der Fresnel-Shader in ihren Häuten scheint deaktiviert. Und ihre Stimmbänder sind verwachsen. Kein Laut, kein Röcheln, nicht mal ein Hauch. Das Windrad bewegt sich nicht. Das macht sie so schwer auszumachen. Gibt es sie überhaupt? Where are you, Terry Riley? „Arandel – In D“ weiterlesen

To Rococo Rot – Speculation

Nicht Yin, nicht Yang, nicht Gnade, nicht Ungnade, nicht Meer, nicht Wüste, nicht Sehne, nicht Korn, nicht Schicht, nicht dicht, nicht feminin, nicht maskulin, nicht hermaphroditisch, nicht apodiktisch, nicht atmend, nicht tot, nicht spielerisch, nicht wissenschaftlich, nicht politisierend, nicht spirituell, nicht untot, nicht affirmativ, nicht negativ, nicht provokativ, nicht kontemplativ, nicht von vorn, nicht von hinten, nicht angetrieben, nicht abgebremst, nicht Furche, nicht Tempel, nicht Tunnel, nicht Tal, nicht Alge, nicht Kollektiv, nicht Wolke, nicht Quarz, und schon gar nicht mal Quartz. Kaum Dispersion, zaghafte Statik, nicht Nichts. „To Rococo Rot – Speculation“ weiterlesen

Pantha Du Prince – Black Noise

Große Teile zerfallen in kleinere. Kerne zerfallen in Isotope. Von großen Sätzen bleiben später oft nur scharfkantige Worthülsen. Der Wind entreißt den Porenkapseln des Mohns seinen Sameninhalt und verteilt diesen wie aus einem Salzstreuer gegossen über seiner Umgebung. Wenn die Tage der Aristokratie gezählt sind, zerfallen einst tief empfundene große Gefühle in restaurative Sentimentalität und kleinmütige Missgunst.
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