Stacey Kent – The Changing Lights

Alles ist endlich. Die Traurigkeit nimmt Besitz von der Freude. Vieles wird eingestampft, auch Genres, Subgenres und Erinnerungen an diese. „Stacey Kent – The Changing Lights“ weiterlesen

Anti-G – Presents Kentje’sz Beatsz

Die Synthies ticken aus. Raue Sounds zwischen Alarmknopfästhetik und Computerspiel reichen sich die Hand. Gemeinsam hüpfen sie in bester Mario-Manier über allerlei exotische Riddim-Inselchen. Die Beatbox schafft die karge Topografie, auf der sich synthetische Fanfaren in hemmungsloser Einsamkeit austoben. Niemand in Reichweite, der ihre Bahnen stört oder ihre Ruhmestaten beklatscht. Keine Stimme, keine Gegenrede. Einzig der rhythmische Versatz ist die würzende Struktur einer juvenilen Aufgeregtheit, die ihresgleichen sucht. „Anti-G – Presents Kentje’sz Beatsz“ weiterlesen

Vinicius Cantuária & Bill Frisell – Lagrimas Mexicanas

Die Sonne geht unter. Zwei Ausnahmegitarristen treffen sich auf der Veranda. Beide spielen sanfte Bossa Novas, die natürlich immer eine Wendung in sich birgen, die nicht jeder Worldmusic-Fan nachvollziehen kann. „Vinicius Cantuária & Bill Frisell – Lagrimas Mexicanas“ weiterlesen

Matias Aguayo – Ay, Ay, Ay

Tschilp, tschilp, tssich, ouuaahoo… Für das Konzept fast ausschließlich vokale Akte auf seinem ersten Soloalbum „Ay, Ay, Ay“ zu benutzen ist Matias Aguayo viel gelobt worden. Mit recht, so etwas kannte man doch bis dato nur von Björk mit “Medúlla“. Die Imitation maschinisierter Instrumentierung elektronischer Tanzmusik wirkt bei Aguayo wie ein individueller Befreiungsschlag, der die Skala der Konnotationen seines melodischen Oevres um traditionelle lateinamerikanische Musik in die eine und Humor in die andere Richtung erweitert.
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Moritz von Oswald Trio – Vertical Ascent

Moritz von Oswald, bekannt durch Maurizio, Rhythm & Sound und Mitbegründer der Label Basic Channel und Chain Reaction, wendet sich in jüngster Zeit verstärkt neuen Projekten zu. Jetzt gibt er sich gemeinsam mit Vladislav Delay und Max Loderbauer als Trio die Ehre und verhandelt zwei seiner musikalischen Hauptaspekte neu: Dichte und Leichtigkeit. Das Moritz von Oswald Trio versucht sich an einem vage beschriebenen Experiment. Wie verändert sich der Klang in seiner Bewegung im offenen Raum? Und wie viele und wie dichte Rhythmuspatterns verträgt eine solche Versuchsanordnung?
„Moritz von Oswald Trio – Vertical Ascent“ weiterlesen