Hot Chip – In Our Heads

Hot Chip ziehen alle Register. Mal tuckern sie gepflegt in die 80er, mal gibt es einen Ausblick auf die Art von Funk, die am Zeitgeist kratzt und mal schrauben sie sich runter, um psychedelische Momente pluckern zu lassen. „Hot Chip – In Our Heads“ weiterlesen

Apparat Organ Quartet – Pólýfóníá

Schweine im Weltall. Häng dir ein Keyboard um und spring im Rechteck! „Apparat Organ Quartet – Pólýfóníá“ weiterlesen

Yeasayer – Odd Blood

Im Restaurant bestellen Yeasayer immer drei Hauptgänge und einen großen Teller. Alles wird zu einer Pampe zermatscht und zusammen mit nur einer Gabel verspeist. Man muss sich halt vertrauen können. Unter dem Tisch werden kleine Rekorder aufgestellt. Yeasayer brauchen O-Töne. „Odd Blood“ will anders sein und ist anders. Geräusche und obskure Töne leiten jeden Song durch den selbst auferlegten Wahnsinn. „Yeasayer – Odd Blood“ weiterlesen

Lord Newborn & the Magic Skulls – Lord Newborn & the Magic Skulls

Der Eröffnungstrack kann kaum programmatischer betitelt werden: „A Phase Shifter I’m Going Through“. Denn dieser wirft uns mit weit ausholender Geste in ein bluesiges Girarren-elektrifiziertes Oevre, das sogar einem gealterten Jimi Hendrix zugesagt hätte. Im Downtempo schlendern die Lords durch leicht psychedelisch angehauchte ebenso funkige wie jazzige Instrumentals. Immer entspannt grooven sich der Ex-Teilzeit Beastie Boy Money Mark und seine Compañeros Shawn Lee und Tommy Guerrero durch ihr neues Studioprojekt.
„Lord Newborn & the Magic Skulls – Lord Newborn & the Magic Skulls“ weiterlesen

Klassiker: The Cure – Seventeen Seconds

Auch ich habe mir früher vor der Schule den Kajalstift in die Augen gedrückt. Teilweise ließ sogar roter Lippenstift meine Lippen verschmiert aussehen. Ach, waren das Zeiten! Bin alt geworden…
The Cure waren meine absolute Lieblingsband. Robert Smith weinte in meinem Zimmer und ich hielt immer Taschentücher für ihn parat. “Seventeen Seconds” ist zur Zeit meine “Lieblingscure”. Das kann sich morgen aber schon wieder ändern, denn fast alle Cure-Platten haben ihre Besonderheit.  „Klassiker: The Cure – Seventeen Seconds“ weiterlesen

La Roux – La Roux

Die 80er Jahre sind immer noch präsent. Nicht nur in der Mode, auch in der Musik. La Roux nutzen alle heutigen Möglichkeiten, um ein Retroalbum, wie dieses eines ist, unters Volk zu bringen. Natürlich spielt auch der Style eine gewichtige Rolle. Elly Jackson hat sich eine Frisur auf den Kopf schneiden lassen, die ein wahrer Hingucker ist. Flammendrot kurz mit ausladener Tolle.
Für jeden Fotografen und Transgendersympathisanten ein gefundenes Fressen. Der Bravofotostarschnitt könnte ein Comeback vertragen. Und Elly Jackson wäre meine erste Wahl. Sie strahlt kühlen Sex aus und dieses Burschikose lässt bestimmt vielen Männern und Frauen das Herz höher schlagen. „La Roux – La Roux“ weiterlesen

Golden Silvers – True Romance

London scheint der Regen gut zu tun. Der junge Gwilym Gold liebt das Nasse und die Sonne um so mehr. Seine Kunst besteht aus Zitatereißen und Perlen aus der See fischen. Die Golden Silvers erarbeiten sich als Trio ein wahnwitziges White Soul-Feeling, das durch’s ganze Bleachen weißer als der bekannte Riese zu sein scheint. Die Gitarren wurden eingemottet und die Keyboards geben den Ton an.
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Au Revoir Simone – Still Night, Still Light

aurevoirsimone
In den Picknickkorb passt keine Snare.
Drei Keyboards mit eingebautem Drumcomputer, eine Flasche Riesling und dünne Stimmchen liegen auf der Karodecke. “Werft noch schnell die süßen, weißen Kleider über. Gleich kommt die Presse!”
Der Himmel zieht sich zu. Annie Hart, Erika Forster und Heather D’Angelo bemühen sich ernst genommen zu werden. Doch alle Songs dümpeln in einer Belanglosigkeitssoße, so daß noch nicht mal ihre weißen Designerkleidchen dreckig werden. Man hat ständig Sylvia Kristel vor Augen, wie sie nackt auf einem Pferd, am Strand irgendwo in Frankreich, auf der Suche nach der Liebe des Lebens ist.
Musik für Menschen, die sagen, dass sie auch gern mal elektronische Musik hören. Musik für Mädelsabende mit Weight-Watchers-Kochkurs. Nichts ist fett! Betulich und hoffnungslos romantisch kommen die Girls aus Brooklyn daher. Für viele Menschen eine Platte zum Liebhaben. Mit diesen Menschen möchte ich nicht ins Bett. Langweilig!
Erschienen bei Moshi Moshi Records