Stars For The Banned – Stars For The Banned

Ein Hauch von Wind, Trauer und Fußreflexzonenmassage umweht den Wiener Robert Guenther. Das Herz ist weniger eine miese Gegend, als das es einfach immer nur schlägt, egal ob draußen Winter oder Sommer herrscht. Zieh die Vorhänge zu und lass die Luftgitarre im Schrank. Heute wird mal ausgiebig geflennt. „Stars For The Banned – Stars For The Banned“ weiterlesen

Chris Garneau – El Radio

Das Harmonium holt tief Luft. Streicher setzen sich auf den Fenstersims. Die weißen Tasten des Pianos werden behutsam berührt. Trägt er etwa Handschuhe? Nur nicht zu viel Aufsehen erregen. Tusch! Chris Garneau betritt den Waschkeller. Ganz in schwarz gekleidet hält er seinen Wäschesack in den Händen. Hier wird heute sauber gemacht. Tiefenreiniger inklusive. „Chris Garneau – El Radio“ weiterlesen

Klassiker: Gordon Lightfoot – If You Could Read My Mind

Die Brücke zwischen Folk und Pop war lange Zeit mit Strohballen und Traditionals besetzt. Die eine Seite kam einfach nicht zur anderen rüber. Man konnte zwar nach drüben schauen und wünschte sich einen freundschaftlichen Kontakt, doch jegliche Versuche sich zu nähern scheiterten erbärmlich. Gordon Lightfoot fuhr 1970 mit dem Bagger vor. Er wollte den Weg frei schaufeln. Er hatte genug vom Stempel des Folkfuzzies. „Klassiker: Gordon Lightfoot – If You Could Read My Mind“ weiterlesen

Klassiker: Ivor Cutler – Velvet Donkey

Ivor Cutler war einer der seltsamsten Felsen in der Brandung skurriler individualistischer Erzählonkel. In Glasgow 1923 geboren wurde er in den 1950er Jahren Musiklehrer. Kurze Zeit später nahm er seine ersten Kompositionen als EPs auf. Endgültig verhalfen ihm Kollegen ins Musikgeschäft. Die Überlieferung ist widersprüchlich; mal sei es John Lennon, mal Paul McCartney gewesen, der ihn als langjähriger Fan 1967 für einen Gastauftritt in den Magical-Mystery-Tour-Film holte. Er wurde Freund und Mentor Robert Wyatts. „Klassiker: Ivor Cutler – Velvet Donkey“ weiterlesen

Neil Young Live – Köln 19.06.2009

Der Tanzbrunnen in Köln bot am Freitag Abend eine perfekte mittsommerliche Kulisse für das Gastspiel des Altmeisters des einfachen Rocksongs mit der ewig jungenhaft spitzen Stimme. Extrem pünktlich und unspektakulär leise betraten Neil Young und seine fünfköpfige Electric Band, zu der auch seine Frau Pegi unter anderem Backing Vocals, Piano- und Vibraphonspiel beisteuert, die Open-Air-Bühne nahe der Rheinpromenade.
“Hey, hey, My, My (Into the Black)” eröffnete krachig melancholisch das Programm. Ein Stück, das nicht nur eine der Kernaussagen Neil Youngs formuliert, sondern ebenso offenbart, wo eine Gruppe wie Dinosaur Jr. ihre Wurzeln verorten kann. „Neil Young Live – Köln 19.06.2009“ weiterlesen