Big Deal – June Gloom

Big Deal tauschen ihre Intimität gegen die Doppelgänger-Klamotten einer million-selling Band wie Garbage. Waren die beiden noch verhuschte Anfänger, die süß das Boy meets Girl-Spiel aufbrachen, in die Folkecke gesteckt wurden und trotzdem gerne mal on stage das Distortion-Pedal traten, egal ob hinter ihnen ein Schlagzeuger saß oder nicht, sind sie nun fast eine richtige Band, die nun vom Lagerfeuer auf die Festival-Bühnen klettert. „Big Deal – June Gloom“ weiterlesen

Blonde Redhead – Penny Sparkle

Der Krach der Anfangstage hat sich in Luft aufgelöst. Blonde Redhead haben mal dem Shoegaze Beine gemacht, aber das weißt du sicher. Mein Gott ist das lange her. Auch ihr letztes Album, das nun drei Jahre in den Plattenschränken versauert, war schon nicht das Gelbe vom Ei. Das neue Werk knüpft nahtlos an. Schade! „Blonde Redhead – Penny Sparkle“ weiterlesen

Hole – Nobody's Daughter

Ob da nun Hole drauf steht oder nicht. Courtney Love meldet sich zurück, als wäre nichts passiert. „Nobody’s Daughter“ wurde immer wieder angekündigt und verschoben, doch nun liegt das Album in meinem Player. Und? Courtney singt immer noch so. Sie jault, flucht, leiert, schreit, frotzelt und miaut. All der Müll der letzten Jahre, jede Schönheits-OP oder Fress-Flash sind vergessen. „Hole – Nobody's Daughter“ weiterlesen

Blood Red Shoes – Fire Like This

Trittbrettfahrer bevölkern die Open Air-Festivals. Auf jeder Zeltbühne tummelt sich ein Grunge-Zombie. Auch die Blood Red Shoes tauchen ihre Songs in Nirvana-Nevermind-Blau. Das Duo aus Brighton knüppelt poppiges Rockgegrätsche und verbreitet Keller-Stimmung mit offenen Springerstiefeln. Laura-Mary Carter tritt ihre Distortion-Pedale wild und ungestüm. Über die Riffs krakeelt sie in Shirley Manson-Manier, dass alles immer wieder passiert. Welch’ Überraschung! Das hätte ich ihr auch sagen können, dafür muss sie nicht umhertingeln und die Schwalben vertreiben. „Blood Red Shoes – Fire Like This“ weiterlesen