Gajek – Micromanic

Gajek will uns täuschen. Er nutzt den Nosferatu, der Popol Vuh so manisch machte und zerlegt im nächsten Schritt seinen behutsam aufgebauten Klangkasten mit der Axt. „Gajek – Micromanic“ weiterlesen

All Saints Compilation – Greater Lengths * Jon Hassell – City: Works Of Fiction * Djivan Gasparyan – I Will Not Be Sad In This World/Moon Shines At Night

Die All Saints Records sind immer noch das amtliche Zuhause für Ambient, Neue Musik, Score und Worldmusic 2.0. Geschmackssicher veröffentlichen sie Neueinspielungen, Remasters oder Re-Works alter Klassiker von den Eno-Brüdern, Jon Hassell, Harold Budd und Co.. „All Saints Compilation – Greater Lengths * Jon Hassell – City: Works Of Fiction * Djivan Gasparyan – I Will Not Be Sad In This World/Moon Shines At Night“ weiterlesen

Autechre – Exai

Vielleicht ist es diese Anonymität, die Autechre so wunderbar ausstellt, die einen nie wirklich teilhaben lässt, sondern als Beobachter zwischen den Strippen zurücklässt. Gesichts-, aber nicht konturenlos. „Autechre – Exai“ weiterlesen

Beat Clint – Beat Clint

Wenn Krautrock sich auf eine Skizze konzentriert, dann kann er schon mal so klingen wie bei Beat Clint. „Beat Clint – Beat Clint“ weiterlesen

Yasunao Tone – MP3 Deviations #6+7

Man nehme einen Stabilbaukasten. Darin enthalten MP3-Schrott in verschiedenen Größen. Kleinkram, vielfach verdreht. Recyclingmaterial im 8Bit-Gewand. Nun schütte man dieses Gemenge wie einen Kasten voller Legosteine in den großen Fleischwolf und lausche dem Filament. „Yasunao Tone – MP3 Deviations #6+7“ weiterlesen

Gang Gang Dance – Eye Contact

Manchmal sind es die Experimente, die einen zu dem werden lassen, der man immer sein wollte. Bei Gang Gang Dance ist dies wohl so, denn sie machen ihren Gemischtwarenladen nun zu einem 24 Stunden-Shop. Mehr Arbeit, aber auch mehr Profit. „Gang Gang Dance – Eye Contact“ weiterlesen

Antony and the Johnsons – Swanlights

Antony arbeitet mit Wucht. Seine Stimme gibt dir den Liebestrank, das Gift und die Tränen. Wie ein Vögelchen, das gerne ein Adler wäre, sitzt Antony auf dem Felsen der Avantgarde. Die Flügel sind von Tierquälern gestutzt worden und doch breitet Antony die Arme aus und versucht zu fliegen. Er fällt, doch genau das wollte Antony doch. Fallen. Um sich dann wieder selbst zu fangen. „Antony and the Johnsons – Swanlights“ weiterlesen

Arandel – In D

Die Geister, die Arandel nominiert, sie sind weder zu hören noch zu sehen. Ihre Transparenzen haben kaum Brechungen, wenn überhaupt. Der Fresnel-Shader in ihren Häuten scheint deaktiviert. Und ihre Stimmbänder sind verwachsen. Kein Laut, kein Röcheln, nicht mal ein Hauch. Das Windrad bewegt sich nicht. Das macht sie so schwer auszumachen. Gibt es sie überhaupt? Where are you, Terry Riley? „Arandel – In D“ weiterlesen

High Places – High Places vs Mankind

Es raschelt und tönt nach. Der Beat wiederholt sich in einer langen Spule und Mary Pearson spitzt die Lippen zu einem Kussmund. Lipgloss schmeckt nach Rosenkohl. Die neu entdeckte Gitarre darf kleine Figuren anzupfen, bleibt aber auch nur ein Bruchteil des Konzeptes. Alles klingt und flutet dir die Rinde weg. Wenn du nicht aufpasst, bleibt das für immer. Tinnitus der besonderen Art. „High Places – High Places vs Mankind“ weiterlesen

Fenn O'Berg – In Stereo

Der Ursprung ist nicht mehr zu entziffern. Die Laptops werden warm und deine Augen zu kleinen Schlitzen. Fenn O’Berg tauchen nach acht Jahren mal wieder aus der Versenkung auf. Natürlich waren sie nie richtig weg, doch auf dem Schirm hatte man die Pioniere des Laptopverknüpfens wohl auch nicht ständig. Diesmal ging es nach Tokyo, wo Jim O’Rourke seit Jahren lebt und arbeitet. Die letzten Veröffentlichungen waren ja Live-Mitschnitte. Diesmal also ein Studioalbum, was mit der Tradition der Moderne kuppelt und sich phrasenstark “In Stereo” nennt. „Fenn O'Berg – In Stereo“ weiterlesen