Mit – Nanonotes

„Gehen wir zusammen, werden wir das Ziel. Wenn jeder Schritt ein Wind ist, werden wir Sturm.“ Große Worte finden sich scheinbar beiläufig am Wegesrand in einem geheimnisvollen Odenwald. Doch weder dieser noch sonst irgend ein deutsche Wald wird gefegt. Dem Vortrag symbolträchtiger Weisen fehlt es bewusst an Emphase und an Ton. Keine Akklamation, keine Provokation, keine Ironie. Die Worte werden fast ungelenk und flach gesungen. Sie stehen niemals im Vordergrund, tragen aber dennoch den unbestechlichen Charme unschuldiger Jugend als Kernaussage auf einem schillernden Silbertablett vor sich her.
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Klassiker: Suicide – (First Album)

Es gab ihn, diesen singulären Moment, in dem Rock n’ Roll und Elektro aufeinander prallten und unter hoher Temperatur zu etwas völlig neuem hypnotischem synthetisierten. Irgendwann im Jahre 1977 glitten zwei junge Männer in New York weitgehend unbewusst und in fragiler Perfektion auf einer selbst entdeckten Elektro-Trash-Rock-Welle, die atemberaubend war und amorph, wie aus dampfendem Eis. Sie war tiefgründiger, als sie auf den ersten Blick erschien und verschwand ebenso schnell wie sie gekommen war. „Klassiker: Suicide – (First Album)“ weiterlesen

Simian Mobile Disco – Temporary Pleasure

Das aktuelle 80er Pop-Revival ist ja nicht das erste seiner Art, aber wahrscheinlich das populärste bisher. Bevor La Roux, Calvin Harris, WhoMadeWho und co. in die Analogsynthesizertasten griffen, hatten Simian Mobile Disco schon 2007 mit ihrem Debutalbum ihre außerordentliche Kompetenz im Fach Klassischer Discopop bewiesen. Hymnen wie “I Believe”, “Love” und “Hustler” zeigten in Perfektion was wesentlich war an 80er-Jahre-Disco.
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