School of Language – Old Fears

Wie viel Funk tut gut? Wie viel R’n’B macht too much Schmalz? David Brewis hat Antworten, die KritikerInnen zufrieden stellen werden. Seine Portionen, gepaart mit einer zerschossenen Kopfstimme, zerkochen nie im eigenen Saft. Er hat einfach Geschmack. Das ist die Formel. „School of Language – Old Fears“ weiterlesen

Hard-Fi – Killer Sounds

Willkommen auf der Tanzfläche! Mach den Primal Scream-Gockel und stolziere mit den Händen in den Hüften an den Girls an der Stange vorbei. Mit dem Kaugummi schaffst du es, dass die Beats nach Hip Hop schmecken. Hard-Fi wissen noch immer nicht mit ihren Möglichkeiten umzugehen. Sie spielen großspurig auf, nutzen Stilblüten als Deodorant und semmeln jede noch so klitzekleine Ritze mit Übermut voll. „Hard-Fi – Killer Sounds“ weiterlesen

Blood Orange – Coastal Grooves

Was passiert, wenn man den Folk hinter sich lässt? Dev Hynes hat sich an die 80er gewandt und um Asyl gebeten. Dass die jeden nehmen, war ihm wohl nicht so bewusst. „Blood Orange – Coastal Grooves“ weiterlesen

Twin Shadow – Forget

Der Regen lässt einfach nicht nach. Dein Wohnzimmer wird zur Oase. Draussen kann man nur noch mit Schirm unbeschadet davonkommen. George Lewis Jr. versucht die letzten Sonnenstrahlen in Coolness zu packen. Doch er weiß, dass nun die Dunkelheit den Tag versifft. Neonlichter werden gesetzt. „Twin Shadow – Forget“ weiterlesen

Lindstrøm & Christabelle – Real Life Is No Cool

Sind die in das Album als Reverse-Sample-Collage einführenden Stimmenschichtungen programmatisch gemeint? Und, wie chic ist es, sich seine musikalische Rückwärtsgewandtheit auf links gekrempelt als pralles Trend-Mäntelchen über zu werfen, um so selbstvergessen Downtown zu tänzeln?
Im Mittelpunkt des abendlichen Interesses Sehnsucht- und Süßstoff-Problematiken mit ein und dem selben Event zu kanalisieren, stehen die nur Stunden zuvor in unbekannten englischsprachigen Hochglanzmagazinen entdeckten Modestrecken. Ausgelegt strahlen diese neben den ebenso hochklassigen wie kilojoulereichen konditorischen Theken angesagter Tagescafés für junge Mütter mit sanftem Mut und weichen Schals.
„Lindstrøm & Christabelle – Real Life Is No Cool“ weiterlesen

FrankMusik – Complete Me

Die Haare werden schön gleichmäßig aus dem Nacken rasiert und das Keyboard spielt dazu. Schmeiß die Rhythmusmaschine an! “Golden Brown” läuft im Hintergrund und hält die Tür in die Charts einen Spalt offen. Guck, guck. Lust zu poppen? Frank hat Songs vorbereitet, die nach Tanzfläche und lackierten Fußnägeln schreien. Auch einige Leser werden nicht um den Urschrei rumkommen. “Nein, nicht schon wieder die blöden 80er!” Doch!
„FrankMusik – Complete Me“ weiterlesen