Mogwai – Rave Tapes

Mogwai bedienen sich aus der eigenen Schatzkiste. Alles, was jemals glänzte, wird hervorgeholt, gereinigt und ein wenig entschlackt. Man hat Geld in die Hand genommen. Wir brauchen Synthies! „Mogwai – Rave Tapes“ weiterlesen

Pity Sex – Feast Of Love

Der alte Power-Pop lässt die jungen Wildgewordenen nicht los. Der Verzerrer blutet, die Melodien perlen ungefragt raus, so als hätte Lou Barlow niemals J Mascis geschlagen, so als wäre Rivers Cuomo ein unbedeutender Songwriter mit Hornbrille und Beinlängenunterschied von 44 mm oder Dave Grohl ein mittelmäßiger Drummer in einer Schülerband namens Grunge. „Pity Sex – Feast Of Love“ weiterlesen

The Magnetic Fields Live – Hamburg, Fabrik 29.3.2010

Stephin Merritt ist in der Stadt! Der lakonische Troubadour bringt seine magnetischen Felder mit, doch magisch wäre eher die richtige und bessere Titulierung. Meine Lieblingsband ist endlich mal wieder in Deutschland. Doch nicht nur meine Helden, sondern auch die Kälte ist nach Hamburg zurückgekehrt und so ist es wohl der perfekte Zeitpunkt, um Wärme zu verteilen. Merritts großes Herz wird schon dafür sorgen. „The Magnetic Fields Live – Hamburg, Fabrik 29.3.2010“ weiterlesen

The Magnetic Fields – Realism

Die Realität ist oft hart. Manchmal wünscht man sich, dass sie uns ein wenig anlügt, doch dann würde sie ihr faltiges Gesicht verlieren. Kummer und Sorgen gehören einfach zu ihr, wie der Apfel zu Blaukraut. Stephin Merritt, der Troubadour, hat wieder nach New York geladen. Dort ist die Realität an jeder Straßenecke greifbar. Jede Bar hat Steve-Buscemi-Visagen zu bieten. Downtown wird zu einer Gefühlsregung. „The Magnetic Fields – Realism“ weiterlesen

Control – Natural Selection

Die Sirenen der Endgültigkeit sägen. Sie sägen sich beharrlich zu dir durch, zu den rückwärtigen Seiten deiner Scheitellappen. Masters of Extrem-Durchdringing. Mit einem Bohrkopf, aus einer noch unbekannten Ewigkeitsformel, alles in allem erdmantelresistent gegossen. Steter Tropfen höhlt nicht nur den Stein sondern auch das geneigte Ohr, das sich in einer unbekannten Situation sehr schnell sehr schutzlos fühlen kann.
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Sonic Youth – The Eternal

Sonic Youth klingen auf “The Eternal” wie eine Band, die wie Sonic Youth klingt. Eine, die es gut macht. Aber eine, der auch nichts Neues einfällt.
“The Eternal” ist nichts Gravierendes vorzuwerfen, wir hören die typischen Harmonien und deren Wechsel. Wir hören den typischen Hit, z.B. einen wie “Antenna”. Wir hören die typischen Sonic-Youthschen Gitarrenklänge, mal gedeckt rockig, mal crunchy verzerrt, mal jaulend als dritte Gitarre hinterhergezogen. Und wir hören die typischen Stimmen in ihren typischen Lagen, wenn wir nicht gerade eine typische Instrumentalpassage hören.
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