Die Wahl ist dein! Vol.23: Daydream Nation vs. Bug

Das Spiel ist ganz einfach. Obwohl, … man kommt schon ins Grübeln. Wenn es nur eine der Platten geben könnte, welche würde es sein? Du musst bedenken, die andere ist dann für immer verloren. Welche ist wichtiger? Welche hat mehr persönliche Relevanz, kulturelle Bedeutung oder ist einfach nur das bessere Album und somit der eindeutige Sieger? „Die Wahl ist dein! Vol.23: Daydream Nation vs. Bug“ weiterlesen

J Mascis – Several Shades of Why

J Mascis zupft. Das Lagerfeuer zischelt, eine Geige spielt sanft kleine schwebende Legatos. Freunde kommen vorbei, sie halten den Schellenkranz oder singen einfach mit, so als wäre die Incredible String Band wieder vereint, um Kinderlieder zu vertonen. J Mascis bleibt sitzen, er schaut sich auf die Finger. Seine Stimme steht so weit vorne, dass man fast glaubt, er hätte singen gelernt. Und im nächsten Moment rutscht seine Stimme wieder einen halben Ton daneben. So wie man es liebt. „J Mascis – Several Shades of Why“ weiterlesen

J Mascis – Not Enough

Am 15.3.2011 erscheint das Soloalbum von Dinosaur Jr.-Mastermind J Mascis auf Sub Pop. Vorab darf man schon mal einen Song hören. “Not Enough” erinnert an “Take A Run At The Sun”-Zeiten. „J Mascis – Not Enough“ weiterlesen

Surfer Blood – Astro Coast

Oh, da ist es wieder dieses Vampire Weekend-Gefühl! Alle Mann über die Reling. Gitarrenbands haben ihre Eintönigkeit satt und suchen nach unentdeckten Sandbänken. Jeder schlürft zur Zeit gerne an Mandelmilch und sammelt auf Flohmärkten Afro-Beat-Utensilien. Deine Peergroup twittert wie wild. Früher wurde Jimi Hendrix als Gitarrengott verehrt. Heute wird schamlos Paul Simon auf Fragebögen gekritzelt. Die Hall-Gitarre scheppert doch so schön in Tobago. Wusstest du das nicht?
„Surfer Blood – Astro Coast“ weiterlesen

My Dad Is Dead – A New Clear Route

Mark Edwards könnte sich in Cleveland an irgendeine Supermarktkasse setzen und würde nicht auffallen. Sein Kassengestell lässt ihn auch nicht nerdiger aussehen als die Kundschaft. Nur, dass dieser Edwards mal eine Indierock-Szenegröße war, ahnt niemand. Heute bezeichnet er Chapel Hill als seine Heimat, doch Cleveland bleibt in Herzensweite. Seine Klassiker „The Best Defense” und „The Taller You Are, The Shorter You Get“ erschienen zu einer Zeit als das Label Homestead noch ein Gütesiegel für ausgefallenen Rock war und eine Band wie Dinosaur Jr. noch vergaß, ihr Jr. auf die Platte zu schreiben.
„My Dad Is Dead – A New Clear Route“ weiterlesen

Neil Young Live – Köln 19.06.2009

Der Tanzbrunnen in Köln bot am Freitag Abend eine perfekte mittsommerliche Kulisse für das Gastspiel des Altmeisters des einfachen Rocksongs mit der ewig jungenhaft spitzen Stimme. Extrem pünktlich und unspektakulär leise betraten Neil Young und seine fünfköpfige Electric Band, zu der auch seine Frau Pegi unter anderem Backing Vocals, Piano- und Vibraphonspiel beisteuert, die Open-Air-Bühne nahe der Rheinpromenade.
“Hey, hey, My, My (Into the Black)” eröffnete krachig melancholisch das Programm. Ein Stück, das nicht nur eine der Kernaussagen Neil Youngs formuliert, sondern ebenso offenbart, wo eine Gruppe wie Dinosaur Jr. ihre Wurzeln verorten kann. „Neil Young Live – Köln 19.06.2009“ weiterlesen