Trümmer – In All Diesen Nächten / Der Saboteur

Der nonchalante Gesang von Paul Pötsch klingt noch in deinen Ohren nach, obwohl die Nacht schon rum ist und dem Saboteur längst sein Handwerk gelegt wurde. Wenn du deine Augen schließt, ist Hamburg wieder cool und wie einst Deutschlands Musikstandort Nummer Eins. Die Szene rüstet auf, Punk ist tot. Man will wieder Pop sein. „Trümmer – In All Diesen Nächten / Der Saboteur“ weiterlesen

NRFB – Trüffelbürste

“Gießt mehr Wasser auf die glänzenden Mühlen der Unterscheidbarkeit”, hatte sich vielleicht Jens Rachut gedacht, als er 2011 mit einer Mini-LP zum ersten Mal als Nuclear Raped Fuck Bomb um die Ecke bog. NRFB scheint inzwischen ein Projekt geworden zu sein, bei dem die Unterscheidbarkeit aufgepumpt wurde. Aufgepumpt zu einer Form, bei der die musikalische Vielgestaltigkeit des eigenen Oevres von ebenso großer Bedeutung ist, wie die Abgrenzungslandmarken zum großen grauen Ganzen da draußen.
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Schorsch Kamerun – Der Mensch lässt nach

Mit „Der Mensch lässt nach“ legt Schorsch Kamerun – wenn man mal von Sylvester Boy absieht – nun sein drittes Soloalbum vor. Was hat ihn geschubst? Der Sänger der Goldenen Zitronen hat 14 Lieder zusammengestellt, die kaum in das Oevre seiner Band passen. Dem geneigten Neuhörer mag manches unzugänglich vorkommen, wüsste er nicht, dass die Theater- und Hörspielarbeit elementarer Teil Kamerunscher Text- und Musikinszenierungen ist.
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Die Wahl ist dein! Vol.12: Opel Gang vs. Das bißchen Totschlag

Das Spiel ist ganz einfach. Obwohl man kommt schon ins Grübeln. Wenn es nur eine der Platten geben könnte, welche würde es sein? Du musst bedenken, die andere ist dann für dich nicht mehr zu haben, zu hören und zu sehen. Welche ist wichtiger? Welche hat mehr persönliche Relevanz, kulturelle Bedeutung oder welche von beiden ist einfach nur das bessere Album und somit der eindeutige Sieger? „Die Wahl ist dein! Vol.12: Opel Gang vs. Das bißchen Totschlag“ weiterlesen

Buback-Labelabend – Düsseldorf, Zakk 19.02.2011

FSK-Bassistin Michaela war als einzige Frau unter mindestens 20 Männern im Buback-Reisebus gewiss wohlbehütet. Kristof Schreuf zeigte sich solidarisch und eröffnete den Abend mit rot geschminkten Lippen. Wunderschön relevante Ansagen und Aussagen bestimmten den Einstieg eines anti-systematischen Massenprotestes. Kristofs Feindbilder waren von RTL 1 über RTL 2 bis hin zu Mario Barth sicherlich ein wenig selbstverständlich, jedoch verstand Schreuf es, seinen Hass mit sehr viel Liebe zum Ausdruck zu bringen, was seine Anklagen, auch die herkömmlichen, absolut rechtfertigte. „Buback-Labelabend – Düsseldorf, Zakk 19.02.2011“ weiterlesen