Jim O'Rourke – Simple Songs

Jim O’Rourke dreht noch einmal um, um zu seinen Wurzeln, die aber auch schon die zweiten waren, denn eigentlich war ja er vor langer Zeit das Bindeglied zwischen Musique concrète und Post-Rock, und den Wurzeln des großen Pop zurückzukehren. „Jim O'Rourke – Simple Songs“ weiterlesen

RM Hubbert – Breaks & Bones

RM Hubbert hat seine Stimme entdeckt. Bis dato musste er seine Melancholie mit den Fingern auf seiner Gitarre kundgeben, doch nun darf er auch Worte folgen lassen, die nicht mehr von Berühmtheiten der Szene vorgetragen werden und die mitunter sogar ein Lächeln hervorzaubern können. „RM Hubbert – Breaks & Bones“ weiterlesen

Volcano Choir – Repave

Justin Vernon schafft immer wieder den Sprung aus dem Rampenlicht in die Coolness des Understatements. Eben noch in den Credits eines Kanye West, jetzt mit den Collections of Colonies of Bees krautig ausharren, um Post-Folkrock zu veröffentlichen, der sich traut, muckig zu sein „Volcano Choir – Repave“ weiterlesen

David Grubbs – The Plain Where The Palace Stood

David Grubbs flirtet mit seiner eigenen Vergangenheit. Wenn sich die Songs aus den genialen John Fahey-Gedächtnis-Pickings erheben, sich in Drones verlieren oder als komplexe Gitarren-Avantgarde einen Stempel brauchen, erinnern wir uns an Gastr del Sol. „David Grubbs – The Plain Where The Palace Stood“ weiterlesen

Andrea Belfi – Wege

Andrea Belfi baut für sein viertes Album eine Verschaltung von Trommel, Lautsprecher, Mikrofon, Verstärker und Synthesizer in offenem Wirkungsablauf zusammen. Doch was vorwiegend technisch angelegt zu sein scheint, ergibt nicht unbedingt die Art von Abstraktion, die man erwartet. Das Signal biegt ab und geht andere Wege.
„Andrea Belfi – Wege“ weiterlesen

Noah And The Whale – The First Days Of Spring

Charlie Fink hält uns die Super8-Kamera vor die Nase und ruft “Action!”. Der Vorhang fällt und wir finden uns auf einer kleinen Theaterbühne wieder. Einige Spots sind gesetzt und das Bühnenbild lässt einen Zauberwald erahnen, doch dahinter erstreckt sich eine viel befahrene Straße. Im Orchestergraben sitzen die Jungs und untermalen die ausgeklügelte Dramaturgie mit Kammermusik-Pop. Klassische Instrumente werden zum Pint gereicht und London hält sich angenehm zurück. Das Hippe fährt im Cab davon. „Noah And The Whale – The First Days Of Spring“ weiterlesen

Niobe – Blackbird's Echo

Der Chanson wird kosmopolitisch. Auch modern soll er sein. Reif und versponnen zugleich. Verständlich einerseits und kurios andererseits. Klassische Sängerinnen-Grazie entfaltet sich in feinsinnigen semi-elektronischen Arrangements. Behutsam werden hier und da kleine Exzentritäten eingestreut, sehr kleine. Niobe flaniert pfeifend (Lovely Day) die alte Chaussee der Selbstvergessenen rauf und runter. Denn es hängt eine Unentschiedenheit in der Luft, die nicht vom Gesehenwerden flüstert. Niobe singt für sich und ihre mitmusizierenden Freunde, zu denen inzwischen auch David Grubbs zählt.
„Niobe – Blackbird's Echo“ weiterlesen

Klassiker: Stephen Prina – Push Comes To Love

Kunst und Musik bestäuben sich gerne gegenseitig. Das hat Vorteile, kann aber auch störend sein. Stephen Prina versucht beides unter einen Hut zu bringen und er macht seine Sache ausgezeichnet. Bei Red Krayola einer von vielen zu sein, reichte wohl nicht aus. Ein Soloalbum musste her. Gut wenn man viele musikbegeisterte Kumpels aus der Szene kennt, die greifen einem gerne mal unter die Arme. 1997 gings ins Studio. Chicago war der Hotspot der Jazz und Postrock-Gemeinde. Jim O’Rourke hielt die Knöpfe im Visier und zeigte sein Können an diversem Instrumentarium. David Grubbs zerpflückte seine Gitarrensaiten zu einem Blumenmeer. „Klassiker: Stephen Prina – Push Comes To Love“ weiterlesen