Mehliana feat. Brad Mehldau and Mark Guiliana – Taming the Dragon

Das Piano hat Brad Mehldau in den Korridor gestellt. Vielleicht berührt er mal im Vorbeigehen eine Taste oder beginnt eine Passage dort, um sich warm zu spielen, doch seine Steckenpferde sind nun Synthies und Rhodes. „Mehliana feat. Brad Mehldau and Mark Guiliana – Taming the Dragon“ weiterlesen

Death Grips – The Money Store

Rapper Stefan Burnett hat den Holzhammer in der Kehle. Er hämmert wie ein wildgewordener Maskenmann durch wildes Terrain. Drummer und Produzent Zach Hill zimmert ihm eine Müllhalde aus Sounds vor den Maulkorb und Burnett reißt das Maul auf. „Death Grips – The Money Store“ weiterlesen

Doomtree – No Kings

Im geläufigen HipHop sind käsige Hooklines und Auto-Tune nicht mehr wegzudenken. Doomtree machen das anders. Hier wird nicht nach Chartplatzierungen oder Pool-Parties geschielt. Das siebenköpfige Kollektiv versucht sich einen eigenen Kosmos zu erspielen, ohne dabei auf ganz dicke Hose zu machen. „Doomtree – No Kings“ weiterlesen

Jamie. T – Kings & Queens

Jamie Treays hat wieder einen Bong zu viel geraucht. Die Pop-Szene fliegt ihm um die Ohren. Warum auch nicht? Nach einer guten Debut-Platte, die nach Kinderzimmer mit Tittenbildchen an den Wänden roch und den Bass tief in die Magengegend drückte und Fast-Welthits beherbergte, kann man schon mal nach den Sternen fischen. Man nimmt sich einen großen Topf und haut ‘ne Locke von Bob Marley hinein. „Jamie. T – Kings & Queens“ weiterlesen

Klassiker: Firehose – "Ragin’, Full-On"

Der Wind hatte ihnen ein Lied erzählt, vom Leben in Amerika, und von dessen Vergänglichkeit. Und wie es geht, erwachsene Spielfreude, virtuos dargeboten, in die Form eines einfachen aber individualistischen Trios zu gießen ohne je in jazziges Muckertum abzugleiten. Und wie es funktionieren kann, leidenschaftlichen Ausdruck zu formulieren, und Gefühl ohne Kitsch. Und wie man es macht, sich nicht in panamerikanischer Massenkultur zu verlieren, und über all dem bescheiden zu bleiben und misstrauisch. Denn das Leben geht weiter, in Amerika. Und das ist schon sauer genug.
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Klassiker: Bad Brains – I Against I

Dr. Know hat Ende der 70er genug von Fusion Jazz. Statt seine Gitarre an den Nagel zu hängen, trifft er sich mit Freunden. Rastafaris und Sympathisanten, rätselhafte Bilderstürmer, Bob-Marley-Jünger mit ausgeprägtem Gitarrenfetischismus proben gemeinsam den Aufstand. Legendäre Auftritte prägen Auftrittslegenden. Es folgt ein Debutalbum, das 1982 nur auf Cassette erscheint. Der Blitz schlägt im Capitol ein. Auftrittsverbote sorgen wie Teilchenbeschleuniger für Kanonaden von Gerüchten. „Klassiker: Bad Brains – I Against I“ weiterlesen