Scott Matthew – Gallantry’s Favorite Son

Scott Matthew schafft es irgendwie auf jedem Album, sein Gespür für Tragik noch zu verfeinern, ohne in die Kitschfalle zu tappen. Seine sparsam arrangierten Stücke besitzen Eleganz. Seine Worte sind weise gewählt. Er nutzt seine stimmlichen Ausdrucksmöglichkeiten, um aus kleinen Songs, große zu machen. Er schwebt, wie eine alte Trauereule über den Akkorden. Manchmal wirft er im Fluge ein paar Taschentücher ab. Vorsicht, es kann auch schon mal ein Sarg sein! „Scott Matthew – Gallantry’s Favorite Son“ weiterlesen

The Divine Comedy – Bang Goes The Knighthood

Nostalgie durchwühlt dein Haar. Der Zylinder sitzt schon lange nicht mehr gerade auf deinem Haupt. Die Dramatik lässt dir wenige Ausflugsmöglichkeiten. Das Varieté wäre eine Möglichkeit, die zugerauchte kleine Kaschemme am Ende der Stadt oder doch der Flohzirkus? Neil Hannon ist der Zampano, der Gaukler, der Mann am Tresen, der dir ungefragt nachschenkt. „The Divine Comedy – Bang Goes The Knighthood“ weiterlesen

Jim O'Rourke – The Visitor

Die Sonic Youth-Tage sind vorbei. Auch die letzten musikalischen Treffen mit Tweedy und Kotche für das Projekt “Loose Fur” liegen einige Jahre zurück. Obwohl Kotche auf “The Visitor” wieder einmal beweist, wie wichtig gute Drummer heutzutage sind und Freundschaften innerhalb der Szene sowieso. Diesmal wirbt O’Rourke aber endlich wieder mit seinem eigenen Namen. Acht Jahre ist sein letztes Album nun her. Eine lange Zeit. Aber O’Rourke war ja nicht untätig. Sinustöne und Avantgarde-Gehoppel mit Kracheskapaden durften sich einige Auserwählte auf Kunstevents in den Ausstellungskatalog kleben. „Jim O'Rourke – The Visitor“ weiterlesen