Duran Duran Duran – Over Hard

Es gibt sie also immer noch diese überdrehte Attitüde mit Breakcore die Disco zu sprengen. Aber wie nachhaltig ist dieser Ansatz 2010 noch? Duran Duran Duran legt mit „Over Hard“ nun sein zweites Album vor, dass mit neuer Reife und alter Ironie glänzt.
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Graph – Discapitalize

Graph sind die beiden Düsseldorfer Elektronik-Spezialisten Stefan Jürke und Jens Beyer. Sie bewerfen sich seit mittlerweile 4 Jahren mit Filterbänken und Klinkensteckern. Man kennt sich, den Kompressor des Anderen und die Midikanäle dazwischen. Graph sind Experten in Universalelektronik, einem heutzutage eher selten gegebenen Fach. Immerhin geht es darum, sich nie auf ein gerade aktuelles Sub-Genre elektronischer Musik festzulegen, sondern mit akribischer Analyse, die den leichten Gestus angewandten Wissenschaftlichkeit in sich trägt, Kernthesen aller Richtungen von IDM bis Breakcore und Dubstep zu erforschen. Das erfordert nicht nur stets ergonomische Controller, sondern auch Arbeitsprozesse, bei denen Graph Mechaniker einer digitalen Audio-Raffinerie sind, in der Samples, Loops und Cut-Ups so lange hin und her gerendert werden, bis Verzerrungs- und Groovegehalt eben stimmen. Freunde von Autechre und Aphex Twin wissen, was ich meine.

Graph sind die beiden Düsseldorfer Elektronik-Spezialisten Stefan Jürke und Jens Beyer. Sie bewerfen sich seit mittlerweile 4 Jahren mit Filterbänken und Klinkensteckern. Man kennt sich, den Kompressor des Anderen und die Midikanäle dazwischen. Graph sind Experten in Universalelektronik, einem heutzutage eher selten gegebenen Fach. Immerhin geht es darum, sich nie auf ein gerade aktuelles Sub-Genre elektronischer Musik festzulegen, sondern mit akribischer Analyse, die den leichten Gestus angewandter Wissenschaftlichkeit in sich trägt, Kernthesen aller Richtungen von IDM bis Breakcore und Dubstep zu erforschen. „Graph – Discapitalize“ weiterlesen

Animosity / Drumcorps – Altered Beast

Wir schrieben das Jahr 1993, als Front Line Assembly mit seinen meisterhaften Fear-Factory-Remixen (Fear is the Mindkiller EP) mitten in der postindustriellen Phase die dunklen Metal-Genres auf ein neues absolut dancefloor-taugliches Level hievte und so mithalf Rhythm ‘n Noise zu definieren. Aus heutiger Sicht eigentlich ein früher Anwärter auf den irgendwann noch zu stiftenden Al-Jourgensen-Gedächtnis-Award.
Seitdem hat sich Deathmetal ausgerollt wie ein Plätzchenteig in der Vorweihnachtszeit. Wir haben Breakcore als angenehm reinigende Jungmännerattitüde des frühen 21. Jhds. kennen gelernt, hören schon mal Duran Duran Duran, wenn die Freundin nicht zu Hause ist und freuen uns, wenn Jason Forrest als Impresario auf Berliner Tanzveranstaltungen gebucht wird.
Ebenfalls in Berlin lebt heute ein netter junger Mann aus Massachusetts, der Aaron Specter heißt und sein Projekt Drumcorps nennt. Der packt des öfteren sein jeweils aktuelles Album unter den Arm und tourt munter durch die Weltgeschichte wie ein Hochleistungssportler. Dennoch hatte er im vergangenen Jahr zwischendurch mal Zeit bei Animosity vorbeizuschauen und drei der poliertesten Tracks Ihres Albums “Animal” mit äußerst fachgerechter Akkuratesse zu remixen. Da sagt man doch danke, Animosity, oder? Ein weiterer Meilenstein im Breakcore-Metal-Genre und mein aktueller Anwärter auf den immer noch zu gründenden Al-Jourgensen-Gedächtnis-Award.
Hörproben gibt es hier und hier.