Vex Ruffin – Vex Ruffin

Ist das überhaupt minimalistisch, wie es uns der Waschzettel weismachen möchte? Vex Ruffin versucht doch nur seinen Post-Punk in Bahnen zu lenken, die er beherrscht. „Vex Ruffin – Vex Ruffin“ weiterlesen

Roy Black and the Cannons – The Last Rock ‘n’ Roll Show – Live 26.12.1964

“Blacky, Blacky, Blacky” schreien die Kids. Nein, sie meinen nicht den Fuchsberger. Besser. Sie meinen Roy Black. „Roy Black and the Cannons – The Last Rock ‘n’ Roll Show – Live 26.12.1964“ weiterlesen

February Fires – Backseat Dreamer

Regisseur Tyler T Williams schneidet sein Video toll auf den hypnotischen Beat. Es flackert und bebt. Die Musik ist nur am Rande interessant. Sein rauchender Protagonist zieht durch die Nacht und Williams verfolgt fast manisch jede Bewegung. Wunderbar! Video des Wochenendes. „February Fires – Backseat Dreamer“ weiterlesen

Superpunk – Die Seele des Menschen unter Superpunk

Carsten Friedrichs brummt sich endlich wieder durch 11 knackige Beatkracher. Zwei Jahre mussten Fans und die Friedrichs-Gesangsgegner warten, um eine neue Meinung, aber eigentlich die alte, am Stammtisch zu diskutieren. Das Tanzbein ist zwar immer noch aus Holz und bleibt des öfteren mit der Hacke im Linoleum hängen, doch Bernd Bergemann hat als Produzent einige Späne glatt geschliffen. „Superpunk – Die Seele des Menschen unter Superpunk“ weiterlesen

Lawrence Arabia – Chant Darling

Yoko Ono rutscht die Sonnenbrille von der Nase. Was will der denn? Ein Fluxus-Kollege hat ihr ein Tape zugesteckt. Nun liegt sie in der Badewanne und hat den alten Kassetten-Rekorder auf den Klodeckel gestellt. Bei einem Schaumbad im Dakota-Building, hört sie das erste Mal rein. Was? Sie horcht auf. Der Badewannenstöpsel zwickt, doch die Position zu ändern, würde zu viel Geplätscher machen und sie könnte nicht mehr genau diese Stimme hören. Ist das ein weißer Flügel? „Lawrence Arabia – Chant Darling“ weiterlesen

Klassiker: The Shaggs – Philosophy Of The World

Auf wunderbare Weise rumpelten und tönten sich die Shaggs durch ihre Luftschlösser. Diletantismus auf aller höchstem Niveau.
Die Wiggin-Schwestern nahmen 1969 ein Album auf, das noch heute Maßstäbe setzt. Das Trio, das später noch durch eine weitere Schwester am Bass ergänzt wurde, lebte den Traum vom Popstardasein in Reinkultur. Von Vater Austin, einer Eiskunstlaufmutti gleich, getrimmt, probten sich die Schwestern durch ihre Nachmittage. Keiner riet ihnen ab und Austin pumpte seine letzten Dollar in erste Aufnahmen.
Die Mädchen von nebenan kämpften sich durch dreizehn von Herman’s Hermits, Ricky Nelson und den Monkees beeinflusste Kompositionen. Als die Takes im Kasten waren schlug ein Bekannter Austins vor Platten pressen und vertreiben zu lassen. Natürlich musste der Vater wieder in Vorleistung treten. Tausend Kopien wurden angeblich angefertigt und 900 davon verschwanden auf unerklärliche Weise. Auch von Kumpel Chris Dreyer war keine Spur mehr zu finden.
Übers Ohr gehauen und mit den hundert Platten in der Garage war der Traum kurz ausgeträumt. Trotzdem wurden einige Kopien an Radiostationen verschickt. Doch der große Erfolg blieb natürlich aus.
Einige Tanzabende in der Fremont Town Hall wurden als Quartett über die Bühne gebracht. Sechs Jahre nach den Aufnahmen starb Vater Austin und die Wiggin-Schwestern spielten nie mehr zusammen. Wir wiederum erfreuen uns an den schiefen Tönen, an der besten Drummerin der Welt und vielen gruseligen Mini-Hits.
Pflichtkauf für Musiklehrer und deren Hasser.
Erschienen bei RCA Victor

Not Available: The Kinks – Four More Respected Gentlemen

Britische Bands und die USA. Alle wollen es, aber kaum einer schafft es und so kann selbst Robbie Williams unerkannt durch LA torkeln. 1968 war das Jahr in dem die Kinks Amerika mit einem neuen Album erobern sollten. Im Juni übergaben die Kinks ihrem US-Label Reprise Records 15 Songs. Nicht untätig, ersannen die Plattenbosse zugleich einen Titel für die noch lose Zusammenstellung, die noch auf 11 Tracks gekürzt werden sollte. In Anlehnung an einen früheren US-Hit der Band nannte man das Album „Four More Respected Gentleman“.
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Not Available: The Beatles – Carnival Of Light

Nachdem die verbliebenen drei Beatles zwischen 1995 und 2003 Ihre “Anthology”-Serie veröffentlichten schien klar, dass die Archive nun endgültig geplündert sind. Schließlich griff man bei den von Yoko Ono zur Verfügung gestellten Lennon-Stücken “Grow Old With Me”, “Now And Then”, “Real Love” und “Free As A Bird” auf Aufnahmen aus der Post-Beatles-Ära zurück. Dennoch enthielt die Box einige bis dato unveröffentlichte Stücke aus den Jahren 58 bis 70.
Doch ein Stück fehlte: “Carnival Of Light”.
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