Hive Mind – Elemental Disgrace

Unübersichtlichkeit. Enge. Dunkelheit. Wind von allen Seiten. Das Unbegreifliche steigt auf. Es entsteht etwas Dichtes ohne Personen, Orte und Worte. Liegen den Klangschichten reale Ereignisse zugrunde? Handelt es sich um Versteinerungen? Nähert sich ein alter Schiffsdiesel, der unter aufbrausenden Fallwinden in dunkelste Tiefen zu fallen scheint? Nein, alles falsch, „Elemental Disgrace“ ist 100%-fieldrecordingfrei. „Hive Mind – Elemental Disgrace“ weiterlesen

Kangding Ray – OR

Da ist sie wieder, diese kühle Klangwelt, die sich voller Stolz in großen Hallräumen präsentiert. Es ist eine Welt, die sehr gegenwärtige Zustände durch eine Sprache der Technik beschreibt, deren Drang nach Modernität und Fortschritt sich gern auf Kosten von Verständlichkeit und Allgemeingültigkeit durchsetzt. Eine Sprache, zu der es immer noch keine Grammatik gibt, was sie gerade deshalb um so attraktiver macht. Denn Statik und Dynamik sind wichtiger als Tonalität. Und Autonomie ist wichtiger als Geschwindigkeit.
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Mika Vainio – Time Examined

Wolken ziehen vorüber. Es handelt sich um Paradebeispiele einer Nephologie des Klangs. Die Lautsphären-Kompositionen des finnischen Ex-Pansonicers Mika Vainio sind vielgestaltig, sie verlangen nach Raum und Zeit, um ihre schlichten aber massigen Charaktere zu entfalten. Sie brauchen Luft zum atmen, damit sich ihre Schönheit in voller Größe entblättert.
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