Archive.org – Public Domain, Sucker!

Das Internet Archive ist so eine Seite für sich. Auf den ersten Blick recht unscheinbar und irgendwie doch überladen, doch im Geheimen birgt die Seite gleich mehrere Schätze. 1996 gegründet bemühte man sich digital vorliegendes Material zu archivieren. Konkret heißt das, das bis zu einem gewissen Grad sich alte Webseiten dort abrufen lassen. Funktioniert exzellent bei Texten, aber Grafiken gehen mit der Zeit dann doch verschütt. Ab 1999 archiviert man nun auch andere Medien wie Ton oder Film.

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Thru You – Kutiman mixes YouTube

Vor einiger Zeit haben wir in den Websphären “In Bb 2.0” vorgestellt, bei dem Musiker aus aller Welt an einem Stück teilhaben können in dem Sie Ihre Improvisation in B-Dur auf YouTube uploaden und dann Darren Solomon zukommen lassen. Kutiman alias Ophier Kutiel macht es sich da leichter. Oder eher schwerer. Wie man es sieht. Auf jeden Fall braucht er keinen Aufruf und muss auch nicht auf Material warten. Er benutzt einfach die Videos, die es bereits zu Hauf auf YouTube gibt, und konstruiert daraus groovige Kleinode und erinnert bei so manchem Track doch an DJ Shadow.

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50 Ways To Kill Me

Ein Casio-Keyboard und ein Freak, der sterben will. 50 Ways To Kill Me ist Jay Haley aka Jay Decay aus Montauk New York und er macht zu einem großen Anteil Songs darüber, wie man ihn töten soll.
Dazu billige Beats, cheesy Keyboards und die hohe quäkige Stimme, er selbst nennt das Media-Core. Unzählige Alben hat er im Alleingang und mit der Hilfe von kleinen Labels seit 2000 veröffentlicht. Allein acht Veröffentlichungen 2005, so dass aus den 50 Arten Jay umzubringen doch einige hundert wurden. Seine Alben heißen “Forced Euthanasia”, “Legalize Suicide” oder “Bash Microphone Into Skull”.
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Hardwaremusic

Ausgemusterte Hardware als Musikinstrument, das könnte ein neuer Trend werden. Daniel Decker hat recherchiert, wie es geht.
Manch einer wird bestimmt schon über die Remixe von Queens “Bohemian Rhapsody” oder Radioheads “Nude” gestoßen sein. Gebannt und unglaubwürdig schaut man sich die Clips an und fragt sich: “Wie zum Teufel geht das?!”
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In B Flat

Das Internet hat neue Methoden des gemeinsamen Musizieren längst ausgelotet und optimiert. Seien es einzelne Spuren, die in unzähligen Remixcontests via Web zur Verfügung gestellt werden oder das gemeinsame Arbeiten an Songs, obwohl die Mitmusiker nicht an einem Ort zusammen werken.
Die technischen Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt und so entstehen immer wieder neue Projekte, die mal mehr, mal weniger unterhaltsam die Möglichkeiten aufzeigen.
Vielleicht ließ sich Darren Solomon von Science for Girls auch durch das You Tube Sinfonie Orchester inspirieren. Bei dieser Aktion konnten sowohl Profis als auch Amateure ein von Tan Dun komponiertes Stück spielen und somit Ihre Bewerbung für das Orchester einreichen. Die Einreichungen wurden dann zu einem Werk zusammengeschnitten.
Bei Darrens Projekt “In Bb 2.0” geht es meiner Meinung nach sogar noch weiter. Die Mitmusiker reichen eine Improvisation in der B-Dur Tonleiter ein. Am besten ohne Groove oder Tempo, das Instrument ist egal. Auch Spoken Word ist erwünscht. Die Schnipsel werden dann zusammen auf einer Seite präsentiert und ermöglichen es dem Hörer auch interaktiv ins Geschehen einzugreifen.
Da es äußerst schwer sein dürfte die Clips gleichzeitig zu starten entsteht so immer wieder ein neues Stück. Da man die Clips an jeder Stelle neu starten oder pausieren kann ist eine Art des Samplens möglich.
Probiert es einfach aus, oder noch besser, reicht selbst eine Improvisation ein. Eine tolle Sache, die bestimmt nicht vom Gema vs. You Tube Streit betroffen sein wird.
http://www.inbflat.net