About My Shelf

About My Shelf ist ein Bild- und Interviewband mit insgesamt 20 Musikerinnen und Musikern, sowie Schriftstellerinnen und Schriftstellern, die ihre Bücher- und Plattenregale präsentieren und locker und erfrischend Fragen beantworten wie „Welche sind deine Lieblingswerke?“, „Was hat dich in deinem eigenen Schaffen inspiriert und gekickt?“ oder “Gab es wahrlich Fehlkäufe?” und “Wen würde man als TrinkgenossInnen begrüßen?”. „About My Shelf“ weiterlesen

Ulf Poschardt – DJ Culture: Diskjockeys und Popkultur

Ulf Poschardt tut es wieder. Das vergriffene Buch aus den Neunzigern erscheint nun als überarbeitete Fassung. „Ulf Poschardt – DJ Culture: Diskjockeys und Popkultur“ weiterlesen

Blogstöckchen: Fünf Buchvorsätze

Da hat mich ein Stöckchen am Kopf getroffen oder vielleicht sogar zwischen den Beinen und ich muss umgehend reagieren. Komme doch eh gerade zu nix, warum sich also um Kettenbloggerei kümmern? „Blogstöckchen: Fünf Buchvorsätze“ weiterlesen

Transzendieren Exzess Pop #3

Wo fängt man an? In Hamburg? Oder muss man zuerst das Thema Fanzine und den Tod des solchen voranstellen, um begreifen zu können, was Transzendieren Exzess Pop überhaupt ist und leistet? Alles eigentlich egal. Das Druckerzeugnis, welches man am Ende aller Ketten in den Händen hält, spricht Bände. „Transzendieren Exzess Pop #3“ weiterlesen

Nevermind your P's and Q's und M is for Metal!

Wie schön. Rockin’ Alphabet Books. Tolle Idee der beiden Künstler Paul McNeal und Barry Divola. Leider sind die drei Bücher der Jungs überall ausverkauft. Da müssen wir uns halt tausendmal die Vimeo-Videos angucken und hoffen, dass irgendwer die nochmal rausbringt oder ein paar Dollar locker machen. „Nevermind your P's and Q's und M is for Metal!“ weiterlesen

Lurker Grand (Hrsg.) – Hot Love – Swiss Punk & Wave 1976 – 1980

Natürlich schwappte irgendwann auch der Punk in die Schweiz. Zürich war das Düsseldorf der Schweiz. Clubs wurden zu Punk-Discos und die Boutique ‘Booster’ zum Kleidermarkt. 1977 wurde die erste Punksingle der Band Nasal Boys veröffentlicht, die dem tollen Buch den Namen gibt. Hot Love! „Lurker Grand (Hrsg.) – Hot Love – Swiss Punk & Wave 1976 – 1980“ weiterlesen

Handbuch für Cassettenprofis

… der Generator im Recorder liefert auch die zum Löschen des bespielten Cassetten-Bandes notwendige Energie. Der Löschkopf sitzt vor dem Aufnahmekopf und löscht in Stellung Aufnahme automatisch alle alten Aufzeichnungen auf der entsprechenden Spur völlig. Es ist also nicht nötig, vor der Aufnahme das Cassettenband in einem eigenen Arbeitsgang nur zu löschen. „Handbuch für Cassettenprofis“ weiterlesen

Handbuch für Cassettenprofis – Vorschau

Das Handbuch für Cassettenprofis von Georg Rindfleisch enthält leider weder ISBN-Nummer noch Erscheinungsdatum und wurde meines Wissens damals auch nicht verkauft, sondern in Hifi-Geschäften und überall dort, wo Cassetten verkauft wurden, als Werbeträger verteilt. Wenn ich mich recht erinnere, ist diese illustre Technik-Fibel zwischen 1982 und 1984 erschienen. „Handbuch für Cassettenprofis – Vorschau“ weiterlesen

Zehn Wahrheiten von Miranda July

Das Glück klopft manchmal leise an die Haustür. Oft ist es kaum zu hören. Die Protagonisten in Miranda Julys Kurzgeschichten wollen vielleicht gar nichts hören. Sie suhlen sich in Selbstmitleid, doch gerade das macht sie so menschlich und für den Leser umso liebenswürdiger. Skurrile Obsessionen plagen sie. Sie träumen sich durch Alltagsfrustrationen auf der Suche nach den Inseln, die aber leider zu oft schon ausgebucht sind. Da sind immer schon die Anderen, die man beneidet und gerade deswegen abgrundtief zu hassen scheint.
Miranda July, die Anarchokünstlerin aus Los Angeles, belebt das Format Kurzgeschichte neu. Ihre Helden tun alles, um uns Leser staunen zu lassen. Seltsamkeiten reihen sich anneinander und viele davon sind so nachvollziehbar, daß einem beim Kopfschütteln Tränen in die Augen schießen.
Miranda Julys Film “Ich und du und alle, die wir kennen” war schon ein Masterpiece. Auch ihre Stories “Zehn Wahrheiten” überzeugen voll und ganz, bieten Lesespaß und Lebensentwürfe, die nicht immer nur verrückt, sondern überdenkenswert sind.
July sitzt, mit Steinen bewaffnet, in ihrem Glashaus und wartet auf den ersten Wurf. Die Scheiben sind so dick, dennoch knackt es schon bedrohlich.
Erschienen bei Diogenes

Alle, Alle Lieben Dich von Stewart O’Nan

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Kim ist verschwunden! Die Sonne brennt und die Familie organisiert eigenmächtig Suchtrupps, da die örtliche Polizei noch von keinem Verbrechen ausgeht, sondern auch einen jugendlichen Ausbruch aus der Familienidylle für möglich hält. Kims Familie versucht alles. Fernsehinterviews, Internetseiten und Flyer sind erst der Anfang. Alle halten zusammen, doch jeder ist allein. Jeder geht mit dem Schmerz und der Trauer anders um. Die Kleinstadt Kingsville im Ausnahmezustand.
O’Nan beschreibt die Ohnmacht einer Familie mit langen Monologen einzelner Personen. Die Umgebung Ohio wird präzise skizziert und alle Charaktere bekommen ihren eigenen starken Auftritt. Zwischenzeitlich wünscht sich der Leser Kims Tod, so daß endlich die Familie und Freunde erlöst werden. “Somewhere over the rainbow” wird auf Kims Trauerfeier gespielt. Für Kims Schwester das Schlimmste was passieren konnte. Kim würde sich schämen… Stewart O’Nan hält den Leser gefangen bis zur unvermeidlichen Auflösung am Ende. Was geschah mit Kim? Ein Pageturner! Erschienen bei Rowohlt