Schorsch Kamerun – Der Mensch lässt nach

Mit „Der Mensch lässt nach“ legt Schorsch Kamerun – wenn man mal von Sylvester Boy absieht – nun sein drittes Soloalbum vor. Was hat ihn geschubst? Der Sänger der Goldenen Zitronen hat 14 Lieder zusammengestellt, die kaum in das Oevre seiner Band passen. Dem geneigten Neuhörer mag manches unzugänglich vorkommen, wüsste er nicht, dass die Theater- und Hörspielarbeit elementarer Teil Kamerunscher Text- und Musikinszenierungen ist.
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Nick Cave & The Bad Seeds – Push The Sky Away

Cave begibt sich mit den Bad Seeds wieder auf eine Tortur. Kunstvoll verwobene Songs, die sich nicht scheuen, den Unterton im Unterton zu suchen, reihen sich nahtlos in das Oeuvre des Zeremonienmeisters ein. „Nick Cave & The Bad Seeds – Push The Sky Away“ weiterlesen

The Schwarzenbach – Farnschiffe

Dietmar Dath macht den Bowie, der gerade den Distelmeyer gefrühstückt hat, der zuvor noch Nick Cave beim Rasieren half. Ist das Blues? Chanson? Rock’N’Roll? Dub? Absinth-Jazz? „The Schwarzenbach – Farnschiffe“ weiterlesen

Gaby Moreno – Illustrated Songs

Gaby Moreno hat den Blues. Sie entdeckte ihn als 14-Jährige bei einem Urlaubsaufenthalt in den Straßen New Yorks. Zurück in Guatemala, begann sie alles einzuatmen, was Robert Johnson oder B.B. King so von sich gaben. Nina Simone sollte folgen. „Gaby Moreno – Illustrated Songs“ weiterlesen

Vinicio Capossela – Marinai, Profeti e Balene

Vinicio Capossela begibt sich auf eine magische Reise, die wie für ein Doppelalbum geschaffen ist. Vinicio lässt seinen Gedanken freien Lauf. In langen Shantys erzählt er von der Seefahrt, den Dämonen und anderen illustren Figuren aus der griechischen Mythologie. Seine Musik streift über Wellen, auch die großen amerikanischen Songwriter werden an Bord gezogen. „Vinicio Capossela – Marinai, Profeti e Balene“ weiterlesen

Doctorella – Drogen und Psychologen

Humor und Musik sind nicht immer unter einen Hut zu kriegen. Doctorella aus Berlin wagen den Spagat zwischen Popzitat, Feminismus und Großstadtlyrik. Ihr Hang zur drastischen Darstellung des Gefühls der Melancholie ist manchmal holprig, banal oder gar aberwitzig. Humor ist, wenn man trotzdem weint. „Doctorella – Drogen und Psychologen“ weiterlesen

Coeur de Pirate – Blonde

Béatrice Martin hat das Zeug, eine Vanessa Paradis mit Talent zu werden. Sie bringt schon sehr viel mit. Eine warme Stimme, einen lässigen Style und kompakte Sixties-Pop-Nummern, die den Female-Soul huldigen, sich aber nicht anbiedern, auch mal in verwandten Gegenden umherwandern und gar nicht wie Plastik klingen. „Coeur de Pirate – Blonde“ weiterlesen

Kiesgroup – Shantychrist

Kaum ist der fast vierjährige Schönheitsschlaf der Kiesgroup seit „Das Leben als Umweg zwischen Nichts und Nichts“ beendet, steht bei den Düsseldorfern der Mensch auch schon wieder quer zur Gesellschaft. Beseelt von freundlicher Verwunderung steht er da und weiß nicht wie ihm geschieht. In Einsamkeit und gegenseitigem Unverständnis begegnen sich Individuum und Gruppe. Können nicht miteinander. Nicht in Heiserkeit und nicht im Flüstern. Was soll nur geschehen? Was wird geschehen?
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