Daniel Decker – Dunkelheit geht, wenn du kommst

Decker macht das, was er immer schon gemacht hat. Nur, dass er es jetzt im größeren Stil macht und die Etikette “Indie-Schluffie” gegen einen Festival-Bühnenmonitorsound eintauscht.
Die Themen sind die alten, das Songwriting charmant naiv und Decker möchte der romantische Narr bleiben, der händchenhaltend durch gentrifizierte Zonen schlendert und Antidepressiva verteilt. Deckers Liebe zur Musik ehrt ihn. Er ist immer noch ein Suchender. Er sucht den perfekten Popsong, seine Stimme und einen Refrain. Hey, natürlich gibt es einen Chorus, doch der macht eher auf “Faust-in-den-Himmel-strecken” beim illegalen Platzfestival im Dorf deiner Eltern. Man möchte Decker fragen: Ist das noch Rockmusik?
Deckers Kollegen Kettcar machen das auch so ähnlich und sind die Emohupen, die so doll tröten, dass ganze Generationen sich verbrüdern. Sie haben sich den Boden selbst erschaffen, Fans gefühlig gekuschelt. Decker sät noch aus und muss auf ein Schulterklopfen der Massen noch warten. Festzuhalten ist, dass sich Decker soundtechnisch bewegt hat, aber die Mädchenmusik noch zu sehr liebt und so nicht ausziehen kann, um anderen das Fürchten zu lehren.
Decker veröffentlicht ein Taschenlampen-Lied für eine Nacht auf dem Campus, auf dem Casper schon seine Poster an die Zäune genagelt hat.

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