Tornado Wallace – Lonely Planet

Der Trommelkurs trifft sich im Tropenaquarium und unterhält ganz unverfroren eine Ausflugsgesellschaft von Fender-Rhodes-LiebhaberInnen.
Im nächsten Moment ist eine HiHat zur Stelle, die klare Linien zieht und der Schweiß tropft aus dem Haarbüschel unter deinen Achseln.
Zig Millionen Instrumente kommen aus dem Nichts. Mal glaubt man einem Jah-Wobble-Bass zu trauen, dann taucht eine Gitarre auf, die gehüpft wie gesprungen zum Themenabend macht, der sich einen Groove zu Herzen nimmt, der aufmerksam deine Vita gelesen hat. Ist das 80s-Mucke? Sind das unterdrückte Hits? Wie viele Tiere trifft man im Park “Tour de Trance”?
Tornado Wallace wütet in einem Raum, der sich Space nennt. Ein Motor röhrt, eine Snare klingt wie ein Clap und eine Stimmung gibt uns ein Gefühl von Menschlichkeit. Mal wird was aufgezogen, mal was ausgezogen. Erotische Synthies. Geil. Das hat es noch nie gegeben. Man wundert sich, in welcher Musikrichtung Wallace Zuhause ist. In keiner? Irgendwie wabert alles in einer Zwischenwelt, die Kraut, Funk, Ambient und Prefab Sprout als Ländereien verhökert und Spießgesellen als Troubadoure vorführt. Faszinierend. Mein Wunsch nach großen Cannabis-Tafeln wächst sekündlich. Tolles Ding. Gemastert in Heidelberg. Siehst du, bekloppt, ne?

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