Deerhoof – The Magic

Die Takashi-Miikes des Rock kehren auf The Magic natürlich mit neuen Besen, die aber natürlich die alten sind.
Deerhoof bringen einen neuen Impuls in ihre vertrackten Rock-Bubblegum-Punk-Avant-Stücke. Sie fangen an zu träumen und mischen sich in Mixtape-Manier unter die unaufgeblasenen Flaming-Lips-Luftballons. Das alte an ihnen bleibt erhalten, sie kultivieren ihren Spleen und ihren wahnsinnigen Groove, der unkaputtbar seine Kreise zieht. Deerhoof ist eine Band, die man immer hören kann, da sich jeder Song dreht und windet und eine Überraschung aus dem Köcher feuert, die einem ein Grinsen und Kopfschütteln entlockt. So ist The Magic eine wunderbare Rocktüte, die sich Hits krallt, durch den Deerhoof-Kosmos zerrt und wieder ausspuckt.
Die magischen Momente sind die Refrains, die ruhig vorgetragen werden, die etwas Psycedelic an die Hand bekommen, die sich fast vom Rock lösen, wenn nur diese laute Snare nicht wäre.
Für mich bleiben Deerhoof eine Marke, ein Leuchtturm im Einheitsbrei der muckigen Rockerbands. Sie schaffen es immer noch, dass man glauben könnte, sie würden den ganzen Quatsch gar nicht ernst meinen.
Sound und Produktion wie immer eine Ohrenweide. Können Gitarren so geil klingen? Können sie. The Magic macht Spaß und das darf doch mal gesagt werden. Deerhoof lassen meine Fäuste in die Luft recken und Pizzicato Five im Kopf erlegen. Magisch.

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