Bloodiest – Bloodiest

Bloodiest täuschen auf den ersten Blick nur an und schlagen dir dann, ohne Mätzchen zu machen, einfach in die Fresse.
Man ist geneigt, dieser Druckwelle die Stirn zu bieten, aber Bloodiest spielen mit den Konventionen und sind dabei Fans alter Metal-Schule, dessen angebliche Hauptzutaten sie sich krallen, um einen Anti-Metal zu verhökern, der mehr Noise verursacht als breitbeinige Röhrenjeansträger vertragen können.
Man verliert sich in Pathos mit Pickings und romantischer Dunkelheit, die man wirklich genießen kann. Bloodiest sind Nostalgiker, die sich mit Herz und Wucht in den Windkanal stellen. Riffs sind so tonnenschwer, wie Hinkelsteine. Sie wackeln, fallen aber nicht. Die Musiker, die außerdem noch in Bands wie Russian Circles, Yakuza oder Corrections House spielen, zelebrieren ihre Unbekümmertheit und Uncoolness.
Alles ist mit einem Hauch Ironie gesegnet. Post-Metal für die dunkle Nacht, die kein Tempo benötigt und einen mit dem Shuttle-Bus Runden drehen lässt. Die Gitarrensounds sind schon klasse. Schön, ein wenig Klassik-Gepicke hier, dann scheppern die Becken da und man staunt. Was kommt nach Sludge? Ich mag diese gedrungene Langsamkeit. Gut, nicht alle der gesungenen Parts sind auf den Punkt, aber ich will mal nicht meckern.

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