Weltmusik 1.0 – Dark City Sisters – Langa More

Die Dark City Sisters waren vielleicht die Vertreterinnen der Girlgroup-Explosion Südafrikas in den 60s, die sehr viele Schallplatten verkauften und über die Grenzen hinaus bekannt wurden. Und das mit einem Sound, der sich nicht an Traditionen hing. Der Mbaqanga-Sound war geboren. Der Township-Jive, der die Welt berührte.
Als Trio gestartet, haben sich Nunu Maseko, Francesca Ngubeni und Kate Olene nicht lange in dieser Konstellation halten können. Wie aus dem Nichts tauchten neue Sängerinnen auf, die Produzenten rochen Erfolg und Geld und wirbelten in den Dark City Sisters herum. Alles wurde ausprobiert. Stimmen zerschlissen. Mit dem Einstieg von Joyce Mogatusi war dann endlich das Gesicht und die Stimme gefunden, die aus hunderten herausstechen konnte. Aus Session-Sängerinnen getackert, formte sich eine Band, der man Hits und Melodien auf die Stimmbänder legte. Ein Quartett mit Potenzial.
Da man ahnte, dass man so schnell keine neue Joyce Mogatusi finden würde, bastelte man schnell noch einige andere Bands, in denen Joyce ihre Stimme unterbringen sollte. Die Namen wurden immer verrückter. The Killingstone Stars oder the Flying Jazz Queens waren Abfallprodukte, die aber funktionierten. Mogatusi sang überall mit gleicher Glöckchen-Stimme. Ein Hinhörer, dem es egal war, welcher Bandname auf dem Sleeve stand.
Der Song Langa More ist ein Meilenstein, der immer wieder aufs Neue fasziniert, seine Melodie ist nicht kaputt zu kriegen. Die einzigartige Stimme Joyce Mogatusis ist eine Flamme, die alle Herzen dieser Welt verbrennt, einäschert und zu neuem Leben erweckt.
Joyce starb 2012 im Alter von nur 75 Jahren.

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