Gwilym Gold – A Paradise

Der Ästhet Gwilym Gold macht sich frei. Er legt seine Band ab, er legt sich Stimmen frei, die immer wieder zu verzücken vermögen.
Mit einer Ruhe zeichnet Gold ein London, das entschleunigt und den Club nur noch am Laptop sanft in den Bums-Club schiebt. Hier und da sind wir bei Radiohead im Kopf und bei Coldplay im Klavier, aber Gold weiß, wann er den richtigen Akkord anschlagen muss, um nicht in deren Fahrwasser zu ertrinken. Er hat diesen Hang und diese Lust auf den unverwechselbaren intimen Moment. Ein klitzekleiner Ton macht da Sprünge, die mehr Jazz haben als manch Geklimper der Anfänger-Mucker der Szene. Schnipp, da ist der Beat.
Gwilym Gold bleibt bei sich, er lässt alles ziehen, was ziehen will. Er macht das Abendbrot fertig. Mark Hollis schnitzt noch ein paar Radieschen dazu und Nico Muhly schenkt die Streicher ein. Fertig. Ganz toll. Wenn man jemanden küssen will, dann Gwilym. Er macht den strangen Typen, der auf Parties immer Kopfstimmen ausprobiert. Jahrescharts? Ja.

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