Tame Impala – Currents

Ich weiß nicht, ob Kevin Parker die Uhren zurück oder nach vorn gestellt hat?
Eigentlich auch egal, denn sein Sound, sein Songwriting und sein Feeling sind nicht von dieser Welt. Hier wird jetzt klarer gekrautrockt, mehr Synthie-Club in einen Club ohne Bedarf gepumpt, so dass man nie genau weiß, woran man jetzt ist und ob man jeden kleinen Schritt mitgehen soll.
Wann ist die Psychedelic verloren gegangen? An der Kreuzung des Mutes und der Entwicklung? An der Hürde eines Nachfolge-Produktes, das man nicht einfach so abliefern wollte?
Sehr mutig also, was Parker da aus dem Köcher fegt. Currents ist eine Mogelpackung und Wundertüte in einem. Ein famoses Verwirrspiel, welches sich nie ganz traut oder ausufert. Hits werden nur an den Rand gespült. Manchmal daddelt es genüßlich, manches strotzt es nur so vor Angebergehabe. Musik für den unwillkürlichen Moment des Sonnenbadens mit Muckern.
Parker arbeitet mit Stimmungen, Erinnerungen und großkotzigem Groove. Ein Schmalz ohne Rotz, der einen fasziniert und mit Lust auf ein Repeat zurücklässt. Fuzz war gestern, jetzt ist das Dope aus. Currents differenziert und verknüpft. Fast wie für Jahrescharts gemacht…

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