Juraj Fortwangler – Mikrokosmos

Juraj Fortwangler stöbert in seinen Erinnerungen.
Dort findet er eine bekiffte Liebe zu Trip-Hop oder ein Gefühl, Kruder & Dorfmeister einen Handkuss zurückgeben zu müssen, da sie einen starken Einfluss auf seine musikalische Erziehung hatten.
All diese Eindrücke kompensiert er seit Jahren und begibt sich auf eine Zeitreise, die mehr Hommage als Coolness ist. Eine E-Gitarre macht dem Sound Beine. Langsame Beats und düstere Winkel hauchen dem Ganzen Authentizität und Leben ein.
Die Beats bleiben dem Hip-Hop treu, während die nasse Snare unverhohlen seine Wege geht. Nichts bringt sie aus der Ruhe, auch nicht die Trompete, die einsam Frank Duval-Momente zelebriert.
Juraj Fortwangler weiß, dass er mit Mikrokosmos genau nur diesen beleuchtet. Der Sommer ist rum, der Herbst zu warm und dennoch haben diese Kleinode den gewissen Wehmut, der ausreicht, um noch an Clubkultur, Downbeat und Spaßzigaretten zu glauben.
Für Fortwangler ist Mikrokosmos eine Herzensangelegenheit. Ein Rückblick, ein Abarbeiten, um den ganzen letzten Jahren einen Sinn zu geben. De(e)pressive Lehrstunde für Neuankömmlinge oder für Fans eines totgeglaubten Genres. Bristol ist Berlin.
Die EP gibt es hier.

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