Ghostface Killah & Adrian Younge – Twelve Reasons to Die II

Ghostface Killah fällt in den letzten Tagen sehr positiv auf. Seine Veröffentlichungen sind amtlicher als das Wu-Tang-Clan-Comeback Ende letzten Jahres. Nun gibt es nach der Jazz-Hommage mit BadBadNotGood und dem letzten großen Wurf 36 Seasons ein neues dickes Comic-Soul-Brett mit Adrian Younge.
Wieder knackt das olle Vinyl, wieder macht der samtige Vorhang einen Knicks und los geht es. So als wäre die Zeit stehen geblieben, bewegt sich Ghostface Killah in den Sphären des Giallos. Alte Wegbegleiter wie Raekwon, RZA oder Bilal tummeln sich in öligen Posen. Alles wirkt wie gemalt. Twelve Reasons to Die II ist eine Bleistiftzeichnung, die durch die Gäste und durch das starke Auftreten Ghostface Killahs immer mehr an Farbe gewinnt.
Twelve Reasons to Die II ist eine große Geschichte, ein Drama, das ein Genre bedient, das dem Hörspiel nahe kommt. Adrian Younge schleudert eine edle Produktion aus dem Hut, die schwül, aber abgespackt die Timemachine anwirft. Die Sixties triefen aus allen Löchern. Waffen, Girls, Drogen und die präsente Liebe bekommen eine adäquate Plattform, die dem Hip-Hop, dem Funk und dem großen sexy Soul einen Bärendienst erweist. Cooler und erwachsener geht es wohl nicht. Eine Punchline für deine Gedanken. Ich hätte Bock auf einen dritten Teil.

0 Gedanken zu „Ghostface Killah & Adrian Younge – Twelve Reasons to Die II“

  1. Hallo, der Hinweis mit dem Hörspiel ist mir fast etwas zu dezent. Es handelt sich ja immerhin um ein Konzept-Album, das eine Geschichte erzählt – nämlich wie der Ghostface Killah Rache an der DeLuca-Familia nimmt.
    Und bedeutet “einen Bärendienst erweisen” nicht, dass trotz bester Absichten durch falsche und unnütze Hilfe ein Schaden entsteht? So ist es doch nicht gemeint, oder?
    Also ich fand das Ganze jedenfalls ganz unterhaltsam. Meine Kritik dazu gibt’s hier: http://popshot.over-blog.de/2015/07/adrian-younge-twelve-reasons-to-die-2-starring-ghostface-killah.html

  2. Schon Bärendienst, da hier schon recht dreist benutzt wird, ohne groß die Genres zu ehren, sondern es geht mehr um Effekthascherei. Klingt aber Bombe.

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