Miguel – Wildheart

Miguel ist ein Fähnchen im Wind. Ein lustiges wohl gemerkt.
Mal mimt er die Stevie-Wonder-Kopie, die mit nacktem Oberkörper durch die City cruist und behauptet, wieder sehen zu können. Einen Track später gibt er den R&B-Rocker, der am Autoscooter Latino-Anmachsprüche raushaut. Die Produktion ist ein Knaller. Der Bass lässt dir das Dach wegfliegen. Zeitreise mit Bryan Adams und Lenny Kravitz. Schwülstig und fett geht es zu. Miguel will cool sein, ihm hängt das Kettchen bis zum Sack runter. Stört ihn nicht weiter, genügend Hände verhindern ein Verheddern.
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Seine Stimme hat sehr viele Facetten, die er gerne etwas schmierig zum Besten gibt. Eigentlich bräuchte er nicht so viele Effekte drauf, doch die stellen ihn so präsenter in einen lila Abendregen voller Synthie-Gequietsche, Gitarren und Prince-Gestöhne. Irgendwie ist Miguel das Gegenteil von Brandon Flowers.
Miguel zaubert sehr locker ein Pop-Ding aus dem Oberarm, so dass man ihm sehr viel verzeiht. Hits tummeln sich mit lustigen Bridges und versüßen die Schlagsahne auf den freigelegten Popos der willigen Damenwelt.
Das Sommeralbum 2015. Eine nicht enden wollende Party voller Herzschmerz, Machismus, Trendsounds, R&B und sexy Liebe. Stell dir deinen ersten Beischlaf vor und Bruce Hornsby greift in die Tasten. Miguel wird dir mit offener Hose ein Ständchen singen. Hallelujah!

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