Tropics – Rapture

Manchmal ist der Wunsch der Vater des Gedanken. Chris Ward sehnt sich nach Anerkennung. Sein Info-Zettelchen kloppt Namen wie Peter Gabriel, die Beach Boys oder Arthur Russell raus. Und was macht Chris? Er klingt wie ein müder George Michael, der, nach einer langen, geilen Nacht auf einer Rastplatz-Toilette, im Studio ihm unbekannte Lieder haucht.
Ward macht das schon deep. Mit viel Pathos und klassischer Produktion. Manches flirrt luftig, anderes macht so viel R&B, das man schon den Popo bewegen sollte, um nicht ganz als unmusikalisch zu gelten. Insgesamt ist aber alles zu lässig. Man biedert sich beim soften Dancefloor an, der nach sieben Uhr abends auf Autobahnen durch das Land schippert.
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Nasse Snares glitschen an Synthies vorbei. Wards Stime säuselt, fühlt und weint. Rapture ist für die frühen Abendstunden geboren. Alles perlt von einem ab. Man wippt mit dem Fuß und wünscht sich die Revolution, die Ward in Traurigkeit verpackt und so fast undynamisch wirkt. Jazzy Tunes für den Roadtrip.
Tropics wird sich keine Nische suchen und auch keine freien Stellplätze finden. Tropics wird verglühen. Selbst ein George Michael sehnt sich nach Obszönität. Ward muss in den Keller. Er muss die Classics der 70s und 80s aus dem Magen gepumpt bekommen. Ja dann kann noch was gehen.

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