Tommy Guerrero – No Man's Land

Das Schöne an Guerreros neuer Scheibe ist, dass sie unverfroren in alten Turnschuhen daher kommt. Das Schlechte an Guerreros neuer Scheibe ist, dass sie unverfroren in alten Turnschuhen daher kommt.
Die Skater-Zeiten sind vorbei. Die Halfpipe ist verwaist und die alten Recken hocken nachts im Studio und daddeln rum. Raus kommt dabei ein Mischmasch aus Western-, Surf- und Ambient-Sound, der fast spießig gelangweilt sich selbst in Erregung versetzt. Um bekifft in der Sonne zu liegen, ist No Man’s Land zu düster geraten. Guerrero gibt den Melancholiker, der sich nicht neben die Grinsekatze Jack Johnson setzen möchte. So trudelt das Album irgendwann in jazzy Moods ein und macht schöne Momente, die man am besten in einem Fahrstuhl genießt, während man sich am Spiegel Reste aus den Zähnen puhlt oder sein Suspensorium zurecht zupft.
Das Schöne an Guerreros neuer Scheibe ist, dass sie nichts will, aber amtlich klingt. Das Schlechte an Guerreros neuer Scheibe ist, dass sie nichts will, aber amtlich klingt.
Legenden werden alt. Ihr Flow bleibt aber still alive.

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