Weltmusik 1.0 – Amagugu – Ubhek'uZulu

“Ich hasse Weltmusik.” (David Byrne, im Jahr 1999)
Dieses Zitat wird so nicht mehr ganz stimmen. Byrne meinte wohl eher den Terminus. Heute spricht man ja eh von Weltmusik 1.0 und Weltmusik 2.0. Ob Byrne das mehr gefällt, weiß ich nicht. Byrne ist einer, der Musik nicht in Zonen unterteilen möchte. Was ist die Welt und was ist Europa oder Nordamerika? Er wird am Ende Recht behalten. Er liebt Musik.
Die neue Reihe auf Jahrgangsgeräusche will sich trotzdem den unbekannten Perlen der Weltmusik 1.0 verschreiben. Es gibt so viele Musikstücke, die es nicht in unser Ohr geschafft haben, da man entweder die Ohren nicht offen hatte oder man sich zu jung fühlte, um über den Tellerrand zu luschern. Das Genre Weltmusik genießt bis heute den Anstrich des Uncoolen. Hey, die Blogosphäre wird das wieder geradebiegen. Und wir schieben mit an.
Den Anfang macht das tolle Album Ubhek’uZulu von Amagugu. Die Aufnahme von 1974 besticht durch tolle Gitarren und wunderbare Vocals. Man weiß bis heute nicht so genau, wer alles an der Aufnahme beteiligt war. Eine richtige Band war Amagugu wohl nie. Man weiß dank Pseudonyme auch nicht, wer denn vier der elf Songs des Albums komponiert hat. Amagugu, eine Legende mit Wumms und Knaller-Bläsern. Ich liebe diese leicht verstimmte Gitarre von Hansford Mthembu.
amagugu
Nick Lotay weiß dies zu berichten:
“The regular members of Amagugu during this time included Sannah Mnguni (lead vocals), her sister Francina ‘Thopi’ Mnguni, Thoko Khumalo, Liliah Vilakazi and Thandi Kheswa (who was a Mahotella Queens member from around 1969 to 1974). The lady photographed on the front cover isn’t Sannah – it looks like it could be Thandi Kheswa, but I’m not sure. The male groaner is Harry Nhlapo who later joined Abafana Baseqhudeni at Mavuthela, and at one point sang with the Queens.
“The lead guitarist on this LP is Thopi’s husband Hansford Mthembu, one of the legendary mbaqanga players of all time and one of the crafters of Amagugu’s sound. Kali Monare is the drummer. Titus Masikane, credited with writing two of these songs, was the group’s producer and manager.
“I don’t know who or what the “Umqangabodwe” credited as having written four songs was, but producers of the time would habitually invent random names to replace the name of the real composer, possibly to collect the ensuing royalty fee for themselves.”

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