John Lennon McCullagh – North South Divide

Der Name ist natürlich schon ein Knaller. Das Alter macht John noch interessanter und dann die Musik. Wow! Ein Schreihals, der sich einfach freispielen will.
John Lennon McCullagh macht den Bob Dylan mit viel Wut. Aber was ist denn nun mit Jake Bug, werden die allgegenwärtigen Nörgler fragen. Nichts. Nur weil es jetzt zwei junge Talente gibt, muss man nicht gleich von Plagiat sprechen oder den einen besser als den anderen finden. Beide nutzen ihre Frische, den Retro-Zeitgeist und ihren Sinn für geschmeidiges und lockeres Songwriting.

John-Lennon-McCullagh

Der fünfzehnjährige McCullagh spuckt Singer-Songwriter-Hymnen auf den Weltmarkt, die sich rotzig und dennoch nicht unsympathisch an die frühen Dylan-Tage heften, aber auch mit Seele füllen. Man vergisst schnell, dass hier ein Kid am Werke ist.
Seine Gitarre spielt urtypische Akkorde und auch die Mundharmonika darf quengeln wie in den Swinging Sixties. Texte, Texte, Texte. Am Ende gibt es sogar einen Neunminüter. Aus John sprudelt der Blues. Doch auch die weiche Seite kann überzeugen. Denn John schafft es auch mitunter ein paar leisere Töne anzuschlagen, vom Schreien in poppige Gefilde zu gleiten. Hier wird es richtig interessant. Da merkt man auch, das Paul Weller die Jugend immer noch kriegt. Auf dem neuen Label 359Music von Alan McGee darf John gedeihen. Ein toller Platz, um sofort in den Fokus der Presse und der Hörerschaft zu gelangen. Seine rohe Kraft, seine Natürlichkeit sind ambitionierte Dinge, die es in den nächsten Jahren auszuweiten gilt. Repeat. Schönes Debüt.

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