Melt-Banana – fetch

Sechs Jahre ist das letzte Studio-Album nun schon her. Wer den Rausch und das Rauschen vergessen hat, dem wird hier die Keule über den Schädel gezogen. Die Essstäbchen pieksen dir in deinen Bierbauch. Deine Ohren klingeln. Du hast Fukushima im Gehirn.
Yako singt spitz den Dance-Punk der Stunde, vielleicht sogar des Universums. Agata rückt seinen Mundschutz zurecht. Auf geht’s. Mit einer Welle bricht alles los, dann kommt der Cyperpunk, das Stakkato-Gewirbel, das Geschrei, der Spaß, das Noise-Inferno, EDM und Co.

melt-banana

Melodien werden durcheinander gewirbelt. Geprügelt und wieder gesund gepflegt. Zuckersüß klingt das Pingpong zwischen Tempo und Grindcore. Die Gitarre quietscht im Roboter-Modus, während Yako sich an ihre eigene Rhythmik hält. Keyboards aus dem 90er-Rave machen die Rakete. Die Snare scheppert unauslöschlich. Jede Kunstpause lässt einen kurz verschnaufen, bevor der Pogo zu neuem Riff-Gewitter ansetzt.
Sauber produziert und unpeinlich im Mikrokosmos der eigenen Referenz gefangen. Mich holt das nach wie vor zu euphorischen Kieksern ab. Disharmonie mit 8-Bit-Gedudel im Noise-Rock Japans. Technisch einfach unwiderstehlich. Geil. Ich bin immer noch Fan.

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