RM Hubbert – Breaks & Bones

RM Hubbert hat seine Stimme entdeckt. Bis dato musste er seine Melancholie mit den Fingern auf seiner Gitarre kundgeben, doch nun darf er auch Worte folgen lassen, die nicht mehr von Berühmtheiten der Szene vorgetragen werden und die mitunter sogar ein Lächeln hervorzaubern können.
Ein Hauch Spanien weht nach Glasgow. Die akustische Gitarre rutscht quietschend durch spröde Instrumentals, bevor man sich an die Stimme Hubberts gewöhnen muss. Hubbert macht den Aidan Moffat. Wo als auf Chemikal Underground kann man solche Musik veröffentlichen? Nirgends!

RM Hubbert

Der Herzschmerz des Flamenco wird in schottischem Whisky ertränkt. Furztrocken ist das produziert. Ein paar Gäste und Zusatzinstrumente können einen auch nicht aus der Depression holen. Warum auch, der Herbst steht vor der Tür und er ist okay.
RM Hubbert ist ein zynischer Zeitgenosse, der weiß, dass vieles im Leben scheiße läuft. Er schafft es, mit seinem downgestrippten Sound zu berühren. Sein Gitarrenspiel ist weise und von besonderer Qualität. Mal stöhnt der Flamenco dem britischen Folk in die Tradition, mal ergibt sich eine Melodie aus der avantgardistischen Fantasie, die so auch Jim O’Rourke oder David Grubbs zu komponieren beherzigen. RM Hubbert guckt aus einer Luke raus. Dann schließt er wieder die Augen und streichelt einen Hund. The trick’s not being happy, just content. Genau. Geheimtipp für den Herbst.

0 Gedanken zu „RM Hubbert – Breaks & Bones“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.