Dirty Beaches – Drifters / Love Is The Devil

Dirty Beaches erinnert immer mehr an den späten Jim Morrison. Sein Blues bleibt der Nachtexpress unter den Garagen-Rockabillys.
Alex Zhang Hungtai haut ein Doppelalbum raus, das mit Stimmungen nur so um sich wirft. Es gibt kaum eine Atempause. Man eilt vom Bondage-Deckenhaken zum Rastplatz-Sextreffen, um über David Lynch zu fachsimpeln oder Badalamenti-Ritzereien an Teenagern auszuüben.

Dirty Beaches

Alex Zhang Hungtai liebt das Unruhige, den treibenden Mantra-Bass und das Feedback. Es wird gestöhnt und gekeucht. Der Roadtrip wirft Roadkill ab, das dann am Lagerfeuer verspeist wird. Wenn Alex Zhang Hungtai dann auf Love Is The Devil die Stimme ausgeht, geht ihm dabei aber nicht die Puste aus. Auch die Instrumental-Tracks sind ölig und voller Chaos, obwohl sie in der Blauen Stunde angelegt sind. Ein Saxophon verirrt sich im Club of Gore. Ambient wird zur Ambiente für die rauschende Drogenhölle, die so dreckig wie keine zweite ist. Ein Strand ist nicht in Sicht. Eher eine Mördergrube.
Alex Zhang Hungtai setzt einen weiteren Meilenstein. Oft liegen wir Hörer wie Kiefer Sutherland in Spurlos lebendig unter der Erde und wünschen uns, Jack Bauer zu sein. Ambient-Noise für Schiffschaukelbremser mit Hang zu geilen Spielchen mit Rubensfrauen im Trailer. Mehr geht nicht.

Dirty Beaches – Casino Lisboa (Official Music Video) from Gary Boyle on Vimeo.

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