Shannon and the Clams – Dreams in the Rat House

Doo Wop, Rock’N’Roll und ein wenig punky Paul Anka gibt es von Shannon Shaw in die Eiswaffel gespendet.
Die Retro-Dame aus San Francisco verlässt mal wieder kurz ihre Hauptband Hunx and his Punks, um ihrer Liebe zu Oohs, Aahs, Sha-la-las und Beat zu frönen, der manchmal bei Hunx in Rockabilly und schwulen Streetpunk abgleitet oder nur ihn in den Fokus stellt und Shannons Bass und Stimme auf der Strecke bleiben.

Shannon and The Clams

Hier gibt es rohe, oldie-infizierte Nummern zu hören, die schön schmutzig scheppern, allen Twang heraufbeschwören, der sonst wohl in den Garagen dieser Welt verrotten würde. Shannon klingt wie eine alte Top 40-Schnepfe, die zu viel über Queer Studien gelesen und wohl zu tief ins Glas geschaut hat. Sie trinkt weiter die Pfützen aus den Gläsern der Hochzeitsgesellschaft. Nicht jeder Ton sitzt so eng wie ihre Leggings. Mit den Shangri-Las auf den Schultern tätowiert, musiziert es sich fast wie von alleine.
Immer weht ein Hauch Punk, Dilettantismus und Monotonie in die Songs, die auf die zwölf schlagen, sich nicht allzu ernst nehmen und oft die Spur des Surf einschlagen. Wunderbar untrendy geht Shannon ihre neue Scheibe an. Sie weiß, was sie kann und was sie nicht kann. Beides setzt sie zu hundert Prozent ein. Eine knallbunte Scheibe schießt da den Vogel ab, bleibt immer quietschig daneben und feiert sich und die Musikgeschichte. Beschallung für eine Tortenschlacht auf der Biggest Loser-Aftershow-Party. Geil. Oder einfach was fürs Hamburger Molotow, obwohl die nicht so begeistert waren als Hunx und seine Mitstreiter Nobunny und Shannon beim letzten Hamburg-Besuch den Backstage-Bereich eingesaut haben. Auch auf dem Kiez gelten Regeln. Spießer.
Shannon würde ich trotzdem gerne dort in der Meanie Bar sehen. Dreams in the Rat House fordert zum Tanz auf. Das Sommerloch füllt Shannon mit links.

AMERICAN MUSIC: Shannon And The Clams from ooftv on Vimeo.

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