Martin Rossiter – The Defenestration Of St Martin

Ich muss gestehen, dass ich die Band Gene nicht mehr auf dem Schirm hatte, als mir ein Freund des Nachts das Video der Single Drop Anchor von Martin Rossiter in eine Email packte. Tolles Video, toller Song. “Das ist der Gene-Sänger solo.”, war seine einzige Anmerkung.
The Defenestration of St Martin ist ein wunderbares Piano-Album geworden, dass Rossiter mit Ruhe und Hingabe füllt. Die Geschichten berühren. Väter, die nie da waren, Jesus-Camps für depressive Frühreife, letzte Lieder und Herzschmerz.
Rossiter bietet klare Refrains an, die aber, da nur mit Klavier begleitet, nie die Rakete machen. Seine Stimme ist sein Kapital. Er weiß, wie man mit Endungen umgeht; er weiß, wie man Aufmerksamkeit zieht; er weiß, wann er in die Höhen driften muss. Perfekt. Nichts wird übertrieben. Wie mal eben gesungen. Ich hänge an seinen Lippen.

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Martin Rossiter liebt Shirley Bassey und die Carpenters, das hört man in jeder Wendung, in jeder Melodie.
The Defenestration of St Martin ist ein mutiges Album, das nicht mehr sein möchte als eine Songsammlung. So muss Popmusik sein. So wird sie niemals aussterben.
Und am Ende ertönt dann das Crescendo mit Band und Rock. Goodbye Tristesse! Kaufempfehlung!

The Defenestration of St Martin ist berets am 08.02.2013 auf Drop Anchor Music erschienen.

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